In Warschau hat das Warsaw Security Forum 2026 begonnen. An dem zweitägigen Treffen nehmen Vertreter aus Politik, Militär, Diplomatie, Verteidigungsindustrie und Fachkreisen aus 90 Ländern teil. Die diesjährige Ausgabe findet am 12. und 13. Oktober statt. Im Mittelpunkt stehen die Zukunft der NATO, Russlands Krieg gegen die Ukraine, die Sicherheit an der Ost- und Nordflanke des Bündnisses sowie die Zusammenarbeit Europas mit den Staaten am Persischen Golf.
An der Eröffnungsrunde nehmen die Ministerpräsidenten Polens, Norwegens und Litauens teil. Die ukrainische Perspektive soll Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videoschalte darlegen.
„Theorie des Sieges über Russland“
Einer der wichtigsten Programmpunkte ist die erstmalige öffentliche Vorstellung der „Theorie des Sieges über Russland“ durch General Alexus Grynkewich, den Obersten Alliierten Befehlshaber der NATO in Europa. Das Konzept befasst sich mit der Vorbereitung der NATO auf einen hochintensiven Konflikt. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Jahr 2029. Es gilt als wichtiger Zeithorizont für den Ausbau der Einsatzbereitschaft europäischer und amerikanischer Streitkräfte sowie der Kapazitäten der Verteidigungsindustrie.
Norwegen ist das Partnerland des diesjährigen Forums. Die Gespräche befassen sich auch mit der Zusammenarbeit Polens sowie der nordischen und baltischen Staaten in den Bereichen Verteidigung, Energie und staatliche Widerstandsfähigkeit.
Weitere Schwerpunkte sind die russische Produktion von Drohnen für den Krieg gegen die Ukraine und der Einsatz westlicher Bauteile in diesen Drohnen. Zudem geht es um die Lage im Nahen Osten, die Spannungen im Zusammenhang mit Iran und deren Auswirkungen auf die Energiesicherheit, den Handel und die globalen Verkehrswege.
tvn24/PAP/ps