Am Freitag hatten israelische Siedler die 54-jährige Fotoreporterin Heidi Levine von der US-Zeitung „The Washington Post“ angegriffen und zusammengeschlagen. Die Journalistin wurde mit einer gebrochenen Rippe, mehreren gebrochenen Wirbeln und schweren Verletzungen an der Hand ins Krankenhaus gebracht.
Einen Tag später wurde eine diplomatische Delegation angegriffen. Medienberichten zufolge umringten die Angreifer die Fahrzeuge der Diplomaten und schlugen die Scheibe eines Autos ein, das zum belgischen Konsulat gehörte. Verletzte polnische Diplomaten gab es nach Angaben des polnischen Außenamtssprechers Maciej Wewiór nicht.
USA und europäische Staaten fordern Konsequenzen
US-Außenminister Marco Rubio äußerte sich am Samstag besorgt über die Gewalt israelischer Siedler im Westjordanland, darunter den Angriff auf die Fotoreporterin. Die USA hätten Israel zu einer entschlossenen Reaktion aufgefordert.
Auch Polen, Frankreich und Belgien verlangen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Polen lehne Gewalt israelischer Siedler im besetzten Westjordanland konsequent ab, erklärte der Sprecher des polnischen Außenministeriums. Warschau erwarte von Israel wirksame Maßnahmen, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.
PAP/jc