Knapp 50 Wissenschaftler, Doktoranden und Studierende der Technischen Universitäten Lublin, Poznań und Gdańsk forschen an einem neuen Baustoff für den Straßenbau. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Wiederverwertung ausgedienter Asphaltbeläge. Das Projekt wird mit EU-Mitteln gefördert. Sein Volumen beträgt mehr als 2,7 Mio. Euro.
Ziel der Forschung ist es, nicht nur den Asphalt aus alten, abgetragenen Straßen wiederzuverwenden, sondern auch eine Technologie zu entwickeln, die in der Straßenbauindustrie breit eingesetzt werden könnte. Bislang wird das Material aus dem Rückbau alter Straßen meist an Straßenrändern abgelagert oder zur Befestigung von Waldwegen verwendet. Die Wissenschaftler wollen das ändern. Sie wollen zeigen, dass selbst minderwertiger Asphalt in modernen Straßenbelägen wiederverwendet werden kann.
Ökologischer Straßenpflaster
Die neue Technologie soll nicht nur die Elastizität und Haltbarkeit der Straßenbeläge verbessern, sondern auch den Ausstoß schädlicher Stoffe verringern. Die Wissenschaftler wollen die Umweltauswirkungen des neuen Materials umfassend untersuchen. Dabei sollen der gesamte Lebenszyklus des Produkts und die Kosten seiner Nutzung berücksichtigt werden.
Nach Angaben der Wissenschaftler könnte der neue Baustoff bereits in drei Jahren von Straßenbauunternehmen eingesetzt werden. Sie sind überzeugt, dass ihre Forschung zu einem härteren, günstigeren und umweltfreundlicheren Straßenbelag führen wird, der den polnischen Straßenbau revolutionieren könnte.
RMF24/ps