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Streit um Braun-Vertreter beim Sicherheitsrat: Führende Politiker warnen vor fehlender Vertraulichkeit

30.10.2026 12:31
Marek Siwiec beruft sich auf den Stand vom Donnerstagnachmittag und lässt Änderungen bis Dienstag offen. Das Präsidialamt verweist im Konflikt auf die Beteiligung parlamentarischer Kreise.
  , 2024 .
Євродепутат Гжегож Браун, 2024 р.By Zalasem1 - Own work, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=148895119

Führende Politiker der Regierungskoaliiton sprechen sich gegen eine Teilnahme der als prorussisch geltenden Braun-Partei an der Sitzung des Sicherheitsrats aus. 

Sejmmarschall Włodzimierz Czarzasty hat Staatspräsident Karol Nawrocki schriftlich gebeten zu prüfen, ob Vertreter der rechten Konfederacja Korony Polskiej nicht von der  Sitzung ausgeschlossen werden sollten. Er äußerte die sicherheitspolitische Sorge, dass Informationen mit Geheimhaltungsstatus weitergegeben werden könnten. Außenminister Radosław Sikorski und Innenminister Marcin Kierwiński wandten sich ebenfalls gegen eine Teilnahme von Vertretern des Umfelds von Grzegorz Braun.

Tomasz Siemoniak, der Koordinator der Geheimdienste, erklärte, die Bedrohung für Polens Sicherheit sei anhaltend und nehme zu. Er verwies auf Hinweise westlicher Partner, Erkenntnisse der Dienste und russische Drohungen. Aus seiner Sicht könnten im Beisein des offen prorussischen Braun oder dessen Vertretern keine vertraulichen Informationen im erforderlichen Rahmen beraten werden. 

Das Präsidialamt verweist dagegen auf das Verfahren. Kanzleichef Zbigniew Bogucki sagte, Vertreter aller parlamentarischen Klubs und Kreise würden üblicherweise zu Sitzungen des Nationalen Sicherheitsrats eingeladen. Konkrete Sicherheitsbedenken müssten dem Präsidenten von den zuständigen Diensten mitgeteilt werden. Präsidentensprecher Rafał Leśkiewicz erklärte zudem, Abgeordnete hätten nach geltendem Recht Zugang zu als geheim eingestuften Informationen.

Nawrocki hat den Nationalen Sicherheitsrat für den 3. November einberufen. Thema sollen die aktuelle Sicherheitslage und der mögliche Aufbau einer dauerhaften US-Militärbasis in Polen sein.

PAP/adn


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