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Polen gedachten an Allerheiligen ihrer Verstorbenen

01.11.2026 21:20
Katholiken in Polen haben am Sonntag Allerheiligen begangen. Sie nahmen an Gottesdiensten teil und besuchten Friedhöfe, um ihrer verstorbenen Angehörigen und Freunde zu gedenken. Damit setzten sie eine langjährige Tradition fort.
In Polen ist es Tradition, am 1. November die Grber von Angehrigen und Freunden zu besuchen. Auf den Grbern aufgestellte Kerzen symbolisieren Hoffnung und Erinnerung, Blumen stehen fr selbstlose Liebe.
In Polen ist es Tradition, am 1. November die Gräber von Angehörigen und Freunden zu besuchen. Auf den Gräbern aufgestellte Kerzen symbolisieren Hoffnung und Erinnerung, Blumen stehen für selbstlose Liebe.shutterstock.pl/Tupungato

Die katholische Kirche feiert Allerheiligen am 1. November. An diesem Tag gedenkt sie aller Gläubigen, die nach ihrem Tod das Heil erlangt haben. Dazu zählen auch jene, die nicht offiziell heiliggesprochen wurden.
Das 1970 eingeführte Römische Messbuch enthält eine neue Präfation. Demnach ist dass das Fest nicht nur den kanonisierten Heiligen gewidmet, sondern allen, die zur Vollkommenheit gelangt sind. Dazu gehören auch verstorbene Angehörige und Freunde. Jeder Getaufte sei nämlich zur Heiligkeit berufen.

In Polen ist es Tradition, am 1. November die Gräber von Angehörigen und Freunden zu besuchen. Auf den Gräbern aufgestellte Kerzen symbolisieren Hoffnung und Erinnerung, Blumen stehen für selbstlose Liebe.

Katholiken sind verpflichtet, an Allerheiligen die Messe zu besuchen. Zum Gottesdienst gehört auch die Allerheiligenlitanei, eine der ältesten Litaneien der Kirche. In seiner Ansprache vor dem Angelusgebet im Jahr 2017 bezeichnete Papst Franziskus das Fest als ein Fest aller Gläubigen. Die Heiligkeit Gottes habe auch ihr Leben berührt.

Allerheiligen gehört zu den ältesten christlichen Festen. Seine Ursprünge reichen bis in die frühe Kirche zurück. Damals ehrten die Christen die Märtyrer und besuchten ihre Gräber am Jahrestag ihres Todes. Im vierten Jahrhundert begann man, aller Märtyrer gemeinsam zu gedenken. Der 1. November wurde im Jahr 741 unter Papst Gregor III. als Datum des Festes eingeführt. Papst Gregor IV. hatte Allerheiligen im gesamten Römischen Reich eingeführt. Papst Johannes XI. dehnte das Fest im Jahr 935 auf die gesamte Kirche aus.

PAP/PR/ps

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