Deutsche Redaktion
Folge uns auf Google

Folge uns auf Google, um unsere News immer ganz oben zu sehen.

Sybiha reist zu Ukraine-Gesprächen nach Warschau

06.11.2026 10:39
Vor dem Treffen ukrainischer, amerikanischer und russischer Delegationen in Abu Dhabi will Außenminister Andrij Sybiha in Warschau die europäischen Positionen abstimmen.
.
Ілюстрацыя. Shutterstock/Alexandros Michailidis

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha reist am Freitag nach Warschau. Dort nimmt er an einem informellen Ministertreffen des Ostseerats mit der Ukraine teil. Im Mittelpunkt stehen nach Angaben des ukrainischen Außenministeriums die Friedensbemühungen und die Rolle Europas bei den Verhandlungen über ein Ende des Krieges.

Ein weiteres Thema sei die „Koordinierung der Positionen vor dem trilateralen Treffen der Delegationen der Ukraine, der USA und Russlands in Abu Dhabi“, teilte das Ministerium in Kiew mit. Beraten werden sollen zudem eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland, die Stärkung der ukrainischen Verteidigungs- und Luftabwehrfähigkeiten sowie die Unterstützung des Energiesektors vor dem kommenden Winter.

Sybiha plant mehrere bilaterale Gespräche. Treffen sind unter anderem mit Polens Vizepremier und Außenminister Radosław Sikorski, der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas sowie den Außenministern Estlands und Norwegens, Margus Tsahkna und Espen Barth Eide, vorgesehen. Sybiha, Sikorski und Kallas wollen gegen 16.30 Uhr in Warschau vor die Presse treten.

Bemühungen um erneute Annäherung

Die Visite fällt in eine Phase verstärkter Bemühungen um eine Verbesserung der polnisch-ukrainischen Beziehungen. Im ukrainischen Präsidentenbüro fand am Donnerstag eine von dessen Leiter Kyrylo Budanow geführte Beratung dazu statt. Beteiligt waren Abgeordnete, Beamte und Experten.

Die stellvertretende Leiterin des Präsidentenbüros, Iryna Wereschtschuk, erklärte anschließend, beide Länder verbänden vor allem gemeinsame Sicherheitsinteressen. Die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich sowie zwischen den Rüstungsindustrien müsse systematisch und schneller ausgebaut werden. Dafür seien politischer Wille und tägliche Arbeit nötig.

Zuletzt hatten historische Fragen erneut Spannungen ausgelöst. Anlass war die Entscheidung des Regionalrats von Lwiw, 2027 zum Jahr der Ukrainischen Aufstandsarmee und ihres Kommandeurs Roman Schuchewytsch zu erklären. Sikorski verhängte daraufhin gegen den Initiator Swjatoslaw Scheremeta ein fünfjähriges Einreiseverbot für Polen und andere Schengen-Staaten. Das ukrainische Außenministerium erklärte, die Entscheidung aus Lwiw wirke den Bemühungen um Verständigung entgegen. Kiew hatte für November eine neue Dynamik in den Beziehungen zu Polen angekündigt.

IAR/PAP/adn

Kreml bestätigt trilaterale Gespräche zwischen Russland, Ukraine und USA in Abu Dhabi

03.11.2026 12:30
Russland hat ein trilaterales Treffen mit Vertretern der Ukraine und der USA für die kommende Woche in Abu Dhabi bestätigt. Die Gespräche in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate sollen am 10. und 11. November stattfinden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. 

„Ohne Europa kann die Zukunft unseres Landes nicht entschieden werden“: Merz und Selenskyj fordern EU-Rolle bei Friedensverhandlungen

04.11.2026 11:18
Berlin sagt Kyjiw weitere Hilfe für Luftabwehr und Energie zu. Übungen in Polen sollen auf Sicherheitsgarantien nach einem Frieden vorbereiten, während Brüssel über Wiederaufbau berät.

Selenskyj: „Es gibt keine Alternative zum Frieden“

05.11.2026 06:29
Die Ukraine dringt auf schnelle Friedensverhandlungen mit Russland. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dazu mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner gesprochen. Im Mittelpunkt des rund eineinhalbstündigen Gesprächs am Mittwoch standen die Vorbereitungen für trilaterale Verhandlungen zwischen Kiew, Washington und Moskau.