Deutsche Redaktion

Streit um "Unsere Mütter, unsere Väter": "Vertagung der Verhandlung im Interesse des ZDF"

09.12.2020 11:45
Geht es nach dem Chef der Redoute des Guten Namens, Maciej Świrski, wollen die Produzenten der Serie den Prozess in die Länge ziehen, um im Falle des Todes des Klägers Kapitän Zbigniew Radłowski eine Verurteilung zu vermeiden.
Kadr z serialu Nasze matki, nasi ojcowie
Kadr z serialu "Nasze matki, nasi ojcowie"mat.prasowe

Die beschlossene Vertagung des Prozesses zur Serie "Unsere Mütter, unsere Väter" sei im Interesse der ZDF und dem Produzenten UFA Fiction, betont der Chef der Redoute des Guten Namens, Maciej Świrski. Geht es nach Świrski, wollen die Produzenten der Serie den Prozess in die Länge ziehen, um im Falle des Todes des Klägers Kapitän Zbigniew Radłowski eine Verurteilung zu vermeiden.

Wie Świrski im Interview mit der Informationsagentur des polnischen Rundfunks erklärte, stimme er mit der Argumentation des Anwalts der ZDF, laut dem die TV-Serie die Grenzen der künstlerischen Freiheit nicht überschreitet, nicht überein. Wie Urteile polnischer und europäischer Gerichte zeigen würden, höre diese auf, wo persönliche Güter und das Recht auf Würdigung von Gefallenen beginne.

In der Serie "Unsere Mütter, unsere Väter" wurden unter anderem die Zusammenarbeit der polnischen Heimatarmee beim Holokaust und antisemitische Haltungen von polnischen Untergrundsoldaten suggeriert. Das Appellationsgericht in Krakau hatte die Verhandlung nach dem Antrag der deutschen Seite um den Ausschluss eines der Richter aus dem Prozess vertagt. Ein neuer Termin ist nicht festgelegt worden.

IAR/adn