Am 12. November wird im Rahmen der Feierlichkeiten zum hundertsten Jahrestag der Unabhängigkeit Polens die Asche dreier polnischer Präsidenten im Exil aus Großbritannien nach Polen zurückgebracht, berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP.
Władysław Raczkiewicz, August Zaleski und Stanisław Ostrowski sollen gemeinsam mit Ryszard Kaczorowski in einem besonderen Mausoleum innerhalb der Mauern des Tempels der Göttlichen Vorsehung in Warschau beigesetzt werden.
"Unsere gemeinsame Initiative zeigt, wem die Geschichte recht gegeben hat. Es waren die Exilregierungen, die als einzige über das gesellschaftliche Mandat und die verfassungsmäßige Legitimität verfügten, um die Kontinuität der Macht zu gewährleisten, sowohl in den Jahren der Besatzung als auch in den Jahrzehnten des von den sowjetischen Truppen aufgezwungenen unsouveränen Regimes", erklärte Jan Dziedziczak, Regierungsbevollmächtigter für Auslandspolen in der Kanzlei des Ministerpräsidenten.
August Zaleski
"Von September 1939 bis Dezember 1990 setzten sich die aufeinanderfolgenden Präsidenten auf der internationalen Bühne unablässig für die polnische Sache ein und protestierten lautstark gegen die von beiden Besatzern begangenen Verbrechen. Ihnen war der polnische Untergrundstaat direkt unterstellt, und dann allen Regierungen, die nach der Einnahme unseres Landes durch die sowjetischen Truppen fast fünf Jahrzehnte lang nicht nach Polen zurückkehren konnten", erinnerte Karol Polejowski, stellvertretender Vorsitzender des Instituts für Nationales Gedenken.
Stanisław Ostrowski
Im Rahmen der Kampagne wurde die Webseite www.misjawolnapolska.pl eingerichtet, auf der man sich über die Geschichte der polnischen Präsidenten im Exil sowie über Fakten zu ihrem Leben und ihrer Amtszeit informieren kann. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Präsident Andrzej Duda und Ministerpräsident Mateusz Morawiecki.
PAP/ps