Deutsche Redaktion

Inoffiziell: Nawrocki mit Angebot an Trump zur Friedensrat-Initiative

24.01.2026 14:00
Präsident Karol Nawrocki soll US-Präsident Donald Trump ein informelles Angebot zur Zusammenarbeit zwischen Polen und den Vereinigten Staaten unterbreitet haben. Demnach könnten die USA im Gegenzug für einen Beitritt Polens zu Trumps Friedensrat einen ständigen Militärstützpunkt in Polen errichten.
Dem amerikanischen Prsidenten zufolge habe Karol Nawrocki Interesse an einem Beitritt zum neu geschaffenen Friedensrat bekundet. Wie Trump jedoch hervorhob, msse dieser sich erst an das Parlament wenden.
Dem amerikanischen Präsidenten zufolge habe Karol Nawrocki Interesse an einem Beitritt zum neu geschaffenen Friedensrat bekundet. Wie Trump jedoch hervorhob, müsse dieser sich erst „an das Parlament wenden“.SAUL LOEB/AFP/East News

Nach Informationen des privaten Fernsehsenders Polsat News soll Präsident Karol Nawrocki Donald Trump eine informelle Initiative zur strategischen Zusammenarbeit zwischen Polen und den USA unterbreitet haben. Der Journalistin Dorota Gawryluk zufolge habe Nawrocki dabei „eine bestimmte Karte auf der Hand gehabt“. „Ich weiß nicht, ob er sie ausgespielt hat oder nicht, aber es gab einen Vorschlag, den wir den Vereinigten Staaten unterbreiten wollten: Im Gegenzug für einen Beitritt zum Friedensrat sollten die Amerikaner einer ständigen Militärbasis in Polen zustimmen“, sagte sie. Derzeit sind US-Streitkräfte in Polen nur rotierend präsent. Maximal seien rund 8.500 amerikanische Soldaten im Land stationiert.

Donald Trumps Friedensrat
Trump hat den Friedensrat während des 56. Weltwirtschaftsforums in Davos ins Leben gerufen. Er stellte ihn als ein Gremium vor, das bei der Lösung von Konflikten weltweit mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten soll. Wie der US-Präsident betonte, würden die Vereinten Nationen über „großes Potenzial“ verfügen, und die „Zusammenarbeit mit dem Friedensrat werde etwas Gutes für die UNO sein“.

Zuvor hatte der amerikanische Präsident erklärt, Karol Nawrocki habe Interesse an einem Beitritt zu der neu geschaffenen Vereinigung bekundet. Wie Trump jedoch hervorhob, müsse dieser sich erst „an das Parlament wenden“. „Es gibt aber einige Länder, etwa Italien (…). Die Ministerpräsidentin hat mir gesagt, dass sie unterschreiben will“, sagte Trump und deutete an, dass die Situation in Polen ähnlich sei. „Der Präsident hat gesagt: Wir wollen“, fügte er hinzu.

PosatNews/PR/ps

Putin nimmt Einladung zu Trumps Friedensrat an

22.01.2026 07:47
Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump eine Einladung zur Teilnahme am geplanten "Friedensrat" angenommen. Trump sagte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos, Putin habe dem Vorschlag zugestimmt, der internationalen Initiative beizutreten.

Staatspräsident Nawrocki zu Trumps Friedensrat: "Erfordert auch die Billigung durch Parlament und Regierung"

22.01.2026 11:14
 Nawrocki wertete die Einladung an Polen als Zeichen, dass die USA das Land politisch ernst nehmen.

Zwischen Bündnistreue und Bedenken: Polen und Trumps Friedensrat

22.01.2026 15:15
Wie kommt die Initiative eines Friedensrats mit Putin und Lukaschenko in Warschau an? Ein Stimmungsbild.

Trump: Polen will Friedensrat beitreten – Parlament muss zustimmen

23.01.2026 10:25
Polen und Italien wollen dem von Trump initiierten Friedensrat beitreten. Das versicherte US-Präsident Donald Trump in Davos. Wie Trump betonte, müsse Polens Präsident Karol Nawrocki dafür jedoch zunächst die Zustimmung des Parlaments einholen. Ähnlich äußerte sich nach Angaben Trumps auch Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

Polen: Opfer unserer Soldaten bei NATO-Einsätzen darf nicht relativiert werden

23.01.2026 16:30
Das Opfer polnischer Soldaten, die gemeinsam mit Verbündeten an Auslandseinsätzen beteiligt waren, werde „niemals vergessen werden und darf nicht relativiert werden“, erklärte der polnische Verteidigungsminister angesichts der jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der die Rolle der NATO-Truppen in Afghanistan herabgesetzt hat.