Der polnische Präsident und die Erste Dame haben am Donnerstagabend im Präsidentenpalast ein Neujahrstreffen mit den in Polen akkreditierten ausländischen Gesandten abgehalten, berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP. Der Präsident wandte sich an seine Gäste mit den Worten: „Bevor Sie, meine Damen und Herren, Ihre Missionen in Polen begannen, haben wahrscheinlich nicht viele von Ihnen erwartet, dass dieses Land in den ersten Monaten des Jahres 2022 im Zentrum der globalen Entwicklungen stehen würde (...)".
„Gemeinsam mit Ihnen sind wir Teil einer Geschichte geworden, die wahrscheinlich die Gestalt Europas, des Westens und der ganzen Welt für die nächsten Jahrzehnte - und wer weiß, vielleicht sogar noch länger - bestimmen wird", fügte er hinzu.
„Im vergangenen Winter hat Polen eine strategische Entscheidung getroffen. Angesichts der Einschüchterung unseres Nachbarn Ukraine durch Russland haben wir beschlossen, dass wir uns angesichts der Aggressionen nicht neutral verhalten werden", betonte Duda.
„Ich und meine Kollegen sind von zwei Grundsätzen ausgegangen. Erstens haben wir geglaubt, dass die Ukraine in der Lage ist, sich effektiv gegen Russland zu wehren, wenn sie Waffen und finanzielle Unterstützung aus der freien Welt, aus dem Westen, erhält. Zweitens waren wir überzeugt, dass Moskau unseren Teil Europas terrorisieren würde, sollte die internationale Gemeinschaft gegenüber den russischen Forderungen Zugeständnisse machen", so der Präsident weiter.
„Die barbarische Aggression Russlands gegen die Ukraine hat die Welt gezwungen, die bestehenden geopolitischen Abmachungen und die Situation der internationalen Sicherheit neu zu definieren", fügte Duda hinzu. Der Präsident warnte, dass „für uns alle viel auf dem Spiel steht". Ihm zufolge würde die geografische Lage keine Rolle spielen, „da derzeit praktisch die ganze Welt mit den Folgen der von Moskau verursachten Energie- und Nahrungsmittelkrisen zu kämpfen hat".
PAP, prezydent.pl/ps