Deutsche Redaktion

Polen reißt weiteres sowjetisches Propagandaobjekt ab

05.05.2023 11:10
 "Das Jahr 1945 war in Polen, in der Region Opole und in anderen Regionen kein Jahr des Kampfes zwischen Versklavern und Befreiern, sondern ein Jahr des Kampfes zwischen dem Bösen und dem Bösen, zwischen Versklavern und Versklavern, seien es deutsche Nationalsozialisten oder sowjetische Kommunisten - sie wollten Polen seit 1939 vernichten. Deshalb haben solche Propagandaobjekte im öffentlichen Raum eines freien und demokratischen Polens nichts zu suchen", betonte der Chef des Intituts des Nationalen Gedenkens Karol Nawrocki während der Abrissarbeiten.
Wyburzono kolejny pomnik Armii Czerwonej. Prezes IPN: będziemy usatysfakcjonowani, gdy upadnie ostatni z nich
Wyburzono kolejny pomnik Armii Czerwonej. Prezes IPN: będziemy usatysfakcjonowani, gdy upadnie ostatni z nichPAP/Krzysztof Świderski

In Głubczyce (Woiwodschaft Oppeln) ist heute morgen ein sowjetisches Propagandaobjekt - ein Denkmal der "Dankbarkeit gegenüber der Roten Armee" - abgerissen worden. Der Abriss des Denkmals geht auf eine Initiative des Instituts für Nationales Gedenken zurück, das damit ein Gesetz über die Entkommunisierung des öffentlichen Raums umsetzt.

Wie IPN-Chef Karol Nawrocki während der Abrissarbeiten betonte, sei das Denkmal in Głubczyce ein Symbol für die Tragödie Polens und der Polen gewesen. "Das Jahr 1945 war in Polen, in der Region Opole und in anderen Regionen kein Jahr des Kampfes zwischen Versklavern und Befreiern, sondern ein Jahr des Kampfes zwischen dem Bösen und dem Bösen, zwischen Versklavern und Versklavern, seien es deutsche Nationalsozialisten oder sowjetische Kommunisten - sie wollten Polen seit 1939 vernichten. Deshalb haben solche Propagandaobjekte im öffentlichen Raum eines freien und demokratischen Polens nichts zu suchen", so Nawrocki. 

Zudem, so der Historiker, verdiene das Objekt es nicht einmal, als Denkmal bezeichnet zu werden. "Ein Denkmal muss die Eigenschaften der Historizität, der Wissenschaftlichkeit oder der Ästhetik aufweisen. Dieses Objekt ist ahistorisch, weil es sich auf Ereignisse bezieht, die nicht stattgefunden haben. Es gab keine Befreiung und keine Helden der Roten Armee im Jahr 1945. Es hält der Konfrontation mit wissenschaftlichen Fakten nicht stand", argumentierte Nawrocki. 

Die Anlage in Glubczyce war 1945 errichtet worden und erinnert an die 676 Rotarmisten der 1. ukrainischen Front, die in der Schlacht um die Stadt im März 1945 gefallen waren.

Die Demontage des Objekts ist Teil der Umsetzung des Gesetzes von 2016 über die Entfernung totalitärer Symbolik aus dem öffentlichen Raum. Anstelle des entfernten Denkmals der "Dankbarkeit gegenüber der Roten Armee" wird in der Stadt nach Absprache mit den Behörden ein Denkmal errichtet, das einen polnischen Helden ehrt oder an ein für Polen wichtiges Ereignis erinnert.

Nach Schätzungen des IPN gibt es in Polen noch etwa 30 Objekte, die die Rote Armee verherrlichen.

IAR/Informacyjna Agencja Radiowa/#Banach/i hk/w Wj/adn