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"Der Pilecki-Bericht": Neuer Film über Pilecki ab heute in den Kinos zu sehen

01.09.2023 10:10
Pilecki war eine außergewöhnliche Persönlichkeit in der polnischen Geschichte. Er ließ sich freiwillig im deutschen Konzentrationslager Auschwitz einsperren, wo er drei Jahre lang Informationen über deutsche Verbrechen sammelte und Strukturen der geheimen Widerstandsbewegung schuf.
Rotmistrz Witold Pilecki jest przez wielu uważany za jednego z największych polskich bohaterów XX wieku
Rotmistrz Witold Pilecki jest przez wielu uważany za jednego z największych polskich bohaterów XX wiekuPAP/Alamy / Polskie Radio'grafika

Ab heute ist der Film "Raport Pileckiego" ("Der Pilecki-Bericht"), in Regie von Krzysztof Łukaszewicz, in den Kinos zu sehen. Die Erzählung basiert auf dem Leben von Witold Pilecki, dem Mitbegründer der Polnischen Untergrundarmee, einem Soldaten der Heimatarmee und einem Gefangenen und Organisator der Widerstandsbewegung im KL Auschwitz.

Przemysław Wyszyński, der die Hauptrolle übernahm, betont, dass Pileckis Figur ein Symbol für Unbeugsamkeit ist. "Er hatte sein eigenes, einzigartiges Wertesystem, dem er sein ganzes Leben treu blieb. Ich denke, das ermöglichte es ihm, die schwierigsten Momente zu überstehen. Es ist für uns heute inspirierend, in Einklang mit uns selbst und in dieser Wahrheit zu sein; auf alles, was das Leben uns bringt, mutig zu reagieren, sich mit den Situationen, denen wir begegnen, auseinanderzusetzen und mutig zu versuchen, trotz Angst vorwärts zu gehen", fügt der Schauspieler hinzu. Der Film, erklärt Wyszyński, sei eine Reise durch Pileckis Leben - von Momenten in Sukurcze über die Konspiration bis hin zu brutalen Verhören in Warschau in der Rakowiecka.

Im Film wird die Rolle von Witolds Ehefrau, Maria, von Paulina Chapko dargestellt. Sie beschreibt Marias Charakter als stark und mutig, aber gleichzeitig tragisch, und betont ihre Entschlossenheit und ihr Engagement für die Familie und Werte, ähnlich wie Pilecki.

Pilecki war eine außergewöhnliche Persönlichkeit in der polnischen Geschichte. Er ließ sich freiwillig im deutschen Konzentrationslager Auschwitz einsperren, wo er drei Jahre lang Informationen über deutsche Verbrechen sammelte und Strukturen der geheimen Widerstandsbewegung schuf. Nach seiner Flucht aus dem Lager setzte er seine konspirativen Aktivitäten fort und kämpfte im Warschauer Aufstand. Nach dem Krieg wurde er von den Kommunisten verhaftet, wegen Spionage angeklagt und zum Tode verurteilt. Er ist 1948 hingerichtet worden, seine sterblichen Überreste sind bis heute nicht gefunden worden.

IAR/adn