Berichten zufolge wurden Raketen von einem Mehrfachraketenwerfer in der ukrainischen Region Charkiw abgefeuert. Am Samstag berichteten russische Behörden, dass eine Eislaufbahn, ein Einkaufszentrum und mehrere Wohngebäude in Belgorod getroffen wurden. Die Ukraine behauptet ihrerseits, als Reaktion auf den massiven russischen Beschuss ukrainischer Städte am Vortag militärische Ziele in Belgorod angegriffen zu haben.
In der Nacht zum Freitag hatte Russland die Ukraine mit knapp 160 Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen verschiedener Typen beschossen. Dieser schwerste Angriff seit Kriegsbeginn führte zu mindestens 39 Todesopfern.
Kurz nach dem Angriff auf Belgorod schlugen nach Angaben der ukrainischen Behörden zwei russische S-300-Raketen im Zentrum von Charkiw ein, wobei 21 Menschen, darunter zwei Jugendliche, verletzt wurden. Dies führte zu Schäden an Gebäuden, darunter ein Hotel und ein Wohnhaus.
Russland fordert nach dem ukrainischen Raketenangriff eine Sondersitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. "Der Terroranschlag auf Belgorod wird Gegenstand eines Verfahrens im Uno-Sicherheitsrat", sagte Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass zitiert.
Die jüngsten Angriffe erfolgten nach dem bisher größten Luftangriff Russlands im Ukraine-Krieg. Ukrainischen Angaben zufolge wurden 39 Zivilisten getötet und 159 verletzt, als Russland Raketen und Drohnen auf über 120 Städte und Ortschaften abfeuerte.
Quelle: PAP/afp/jc