Deutsche Redaktion
Folge uns auf Google

Folge uns auf Google, um unsere News immer ganz oben zu sehen.

Kabarettist empört mit rassistischen Aussagen

02.01.2024 10:25
Für mich war das eine unglaubliche Dummheit, mit der ich nicht einverstanden bin. Wenn ich Jan Pietrzak treffen würde, würde ich ihm das deutlich sagen. So kommentierte der Kabinettschef des Präsidenten, Marcin Mastalerek, die Äußerung des Satirikers Jan Pietrzak in TV Republika. 
Jan Pietrzak
Jan PietrzakTadeusz WYPYCH/REPORTER

Pietrzak, ein bekannter Kabarettist und Liedermacher, äußerte sich am Sonntag im privaten TV-Sender Republika folgendermaßen: „Ich habe einen geschmacklosen Witz über Migranten gemacht, indem ich behauptete, sie zählten darauf, dass Polen auf die Migranten vorbereitet ist, weil wir Baracken haben. Wir haben Baracken für Immigranten: in Auschwitz, in Majdanek, in Treblinka, in Stutthof. Wir haben hier viele Baracken, die von den Deutschen gebaut wurden. Und dort werden wir (...) diese Immigranten unterbringen, die von den Deutschen illegal zu uns geschoben werden, denn die Illegalen sind nicht die Menschen, die in eine bessere Welt fliehen. Illegal sind die Behörden, die sie hereinlassen, also illegal sind die Deutschen.“

Wie der Kabinettschef des Präsidenten betonte, war der Präsident über Pietrzaks Worte empört. „Es war kein Scherz. Es gibt Themen und Probleme in Polen, die nicht ausgenutzt werden dürfen.“

Das Zentrum zur Beobachtung von rassistischem und fremdenfeindlichem Verhalten hat am Montag im Zusammenhang mit der Aussage von dem Satiriker eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingereicht. Am Montag gab Justizminister Adam Bodnar in den sozialen Medien bekannt, dass er den Staatsanwalt Dariusz Barski gebeten hat, sich mit den Äußerungen von Jan Pietrzak in TV Republika zu befassen und eine Untersuchung einzuleiten.


Quelle: PAP/jc