„Es gibt Länder, die weiterhin die Einrichtung einer speziellen Finanzierungslinie für die Verteidigung der Ukraine im Rahmen der Europäischen Friedensfazilität (EPF) blockieren“, erklärte Sikorski. „Wie wir wissen, ist Awdijiwka bereits gefallen, die Russen drängen in mehrere Richtungen und es ist vielleicht schon fast zu spät“, warnte er.
Laut ihm sollte der Europäische Friedensfonds so schnell wie möglich verabschiedet werden. „Nur dann ist es möglich, genügend oder zumindest so viele Raketen wie möglich für die kämpfende Ukraine zu kaufen.“
„Das wurde heute leider nicht beschlossen“, sagte Sikorski nach einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel.
Sikorski nahm auch Stellung zum Vorschlag des tschechischen Präsidenten Petr Pavel. Pavel teilte auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit, dass die Tschechische Republik ausländische Quellen für den Erwerb von Artilleriemunition gefunden habe, die an die Ukraine geliefert werden könnte.
„Dies ist ein gewisses Novum in der Situation, denn bisher dachten wir, es gäbe keine Raketen mehr. Es stellt sich heraus, dass es nicht nur Raketen gibt, sondern auch Fähigkeiten zur Raketenproduktion. Was fehlt, ist die Entscheidung, Mittel für den Kauf und die Produktion zu mobilisieren“, so der Minister.
Quellen: TVN24/PAP/jc