Im Rennen um die Führung der NATO wiederum würde man bewusst Kandidaten ausschließen, die für die Vernachlässigung der Verteidigung und die Zeiten der großen Gasliebe mit Russland verantwortlich seien.
Weniger Ökologie, mehr Rüstung - das sei heute die neue Idee von Ursula von der Leyen für die Europäische Kommission. Ihre Bereitschaft, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren, habe sie nur wenige Tage danach erklärt, nachdem Gerüchte aufgekommen seien, sie käme für den Posten des NATO-Generalsekretärs in Frage. Angeblich soll Bundeskanzler Olaf Scholz sie abgelehnt haben, lesen wir. Er halte sie für zu hart gegenüber Russland.
Geht es nach Mielnik, sei aber der Versuch, von der Leyen in die Rolle einer Kriegshetzerin zu stecken, halsbrecherisch. Schließlich sei es die Deutsche gewesen, die noch als Verteidigungsministerin in der Regierung von Angela Merkel die konsequente Demontage der Bundeswehr angeführt habe.
Mielnik erinnert hierbei an von der Leyens Mitverantwortung für die russische Infiltration der deutschen Kriegsmarine. In Deutschland beginne gerade der Prozess in Bezug auf dieÜbergabe geheimer Unterlagen der deutschen U-Boot-Flotte an Gazprom. Er betreffe eine für Deutschland peinliche Affäre mit dem russischen Diktator.
Im von Moskau bezauberten europäischen Hühnerstall, so der Autor, könne von der Leyen aber trotzdem als Falke angesehen werden. Zudem habe von der Leyen in der Kommission genug gegen Russland getan, um in die Rolle einer kämpferischen Anführerin einer selbstbewussteren und auf den Aufbau ihrer eigenen Verteidigung konzentrierten Gemeinschaft zu schlüpfen. All dies natürlich im Rahmen der pazifistischen und versöhnlichen Standards der EU, urteilt Jakub Mielnik im Nachrichtenportal von Wprost.
Quelle: Wprost/ps