Deutsche Redaktion

Schlagabtausch im Senat über Trumps Kritik an Nato-Partnern

29.01.2026 11:44
US-Außenminister Marco Rubio hat im Senat Äußerungen von Präsident Donald Trump verteidigt, die die Rolle von Nato-Soldaten in Afghanistan herabgesetzt hatten. Trump wolle lediglich, dass die Verbündeten der USA über größere militärische Fähigkeiten verfügten, um künftig stärker an gemeinsamen Operationen teilnehmen zu können, sagte Rubio am Mittwoch.
Donald Trump
Donald TrumpReuters

Bei einer Anhörung im Senat verwies die demokratische Senatorin Tammy Duckworth auf den Einsatz europäischer Soldaten an der Seite der US-Streitkräfte. „Damals dienten Polen, Briten und Spanier neben mir und waren Angriffen von Kämpfern ausgesetzt“, sagte Duckworth, die im Irak schwer verwundet wurde. Sie erinnerte zudem daran, dass auch polnische Truppen in Afghanistan Opfer zu beklagen hatten.

„Der Präsident möchte nur, dass unsere Verbündeten größere Fähigkeiten haben, um an solchen Einsätzen teilzunehmen, falls sie – Gott bewahre – in Zukunft notwendig werden“, entgegnete Rubio. Dies sei „keine unvernünftige Bitte“.

Duckworth hielt dagegen, Trump habe nicht von mehr Fähigkeiten gesprochen, sondern davon, dass Verbündete „ein wenig zurückgeblieben“ und fern von der Front geblieben seien. Rubio erwiderte, nicht alle Nato-Staaten hätten sich gleichermaßen an den Missionen beteiligt.

Auf den Hinweis der Senatorin, Dänemark habe gemessen an der Bevölkerungszahl besonders hohe Verluste erlitten, räumte Rubio ein: „Es besteht kein Zweifel, dass viele Verbündete sich der Aufgabe gestellt und uns geholfen haben.“ Zugleich gebe es jedoch viele Länder, „die schlicht nicht über diese Möglichkeit verfügen“.

Auch Vizepräsident J.D. Vance äußerte sich zu dem Schlagabtausch. „Zu sehen, wie Tammy Duckworth Marco Rubio während der Anhörung obsessiv unterbricht, ist wie ein Streit zwischen Forrest Gump und Isaac Newton“, schrieb er auf der Plattform X.


Trump hatte nach Kritik europäischer Regierungschefs zuletzt die Leistungen britischer Soldaten gewürdigt und ihren Mut gelobt. Der US-Botschafter in Polen, Tom Rose, erklärte, Trump habe wiederholt „seinen tiefen Respekt für das Opfer Polens und sein unerschütterliches Engagement für die Nato“ betont.

Das Weiße Haus verteidigte die Aussagen des Präsidenten ebenfalls und erklärte, Trump habe „absolut recht“, dass die USA mehr für die Allianz getan hätten als alle anderen Mitgliedstaaten zusammen.


PAP/jc

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