Deutsche Redaktion

Einflussreicher ukrainischer Banker tot in Mailand aufgefunden

29.01.2026 17:30
Der 54-jährige bekannte und einflussreiche ukrainische Banker Oleksandr Adarytsch wurde tot aufgefunden. Nach ersten Erkenntnissen starb er vermutlich infolge eines Sturzes aus einem Fenster im vierten Stock. Der Leichnam des Finanzmanagers wurde in der Via Nerino im Zentrum Mailands entdeckt.
Der 54-jhrige ukrainische Banker Oleksandr Adarytsch ist tot in Mailand aufgefunden worden. Nach Angaben italienischer Ermittler knnte Adarytsch bereits nach seinem Tod aus einem Fenster gestoen worden sein. An seinem Krper seien Fesselspuren sowie Verletzungen festgestellt worden, die noch vor dem Sturz zum Tod gefhrt haben knnten.
Der 54-jährige ukrainische Banker Oleksandr Adarytsch ist tot in Mailand aufgefunden worden. Nach Angaben italienischer Ermittler könnte Adarytsch bereits nach seinem Tod aus einem Fenster gestoßen worden sein. An seinem Körper seien Fesselspuren sowie Verletzungen festgestellt worden, die noch vor dem Sturz zum Tod geführt haben könnten. Nexta/X

Der 54-jährige ukrainische Banker Oleksandr Adarytsch ist tot in Mailand aufgefunden worden. Nach Angaben italienischer Ermittler könnte Adarytsch bereits nach seinem Tod aus einem Fenster gestoßen worden sein. An seinem Körper seien Fesselspuren sowie Verletzungen festgestellt worden, die noch vor dem Sturz zum Tod geführt haben könnten. Die Staatsanwaltschaft in Mailand leitete Ermittlungen wegen Mordes ein und versucht, den Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren. Nach Informationen des Portals Pamfleti war Adarytsch am 23. Januar 2026 aus Spanien nach Mailand gereist und hatte geplant, die Stadt noch am selben Tag wieder zu verlassen.

Postbotin als Schlüsselzeugin

Eine italienische Postbotin gilt als Hauptzeugin in dem Fall. Unmittelbar nach dem Sturz des Körpers habe sie einen unbekannten Mann im Fenster der Wohnung gesehen. Kurz darauf sei derselbe Mann im Innenhof erschienen und habe auf Englisch gefragt: „Was ist passiert?“, bevor er spurlos verschwand. Nach Angaben der Ermittler hätten sich in dem Apartment weitere Personen aufgehalten, die in den Tod des Bankers verwickelt gewesen sein könnten.

In der angemieteten Wohnung habe die Polizei Pässe und Dokumente aus verschiedenen Ländern, alle jedoch auf den Namen und mit dem Foto von Adarytsch gefunden. Unklar sei, ob sie bewusst zurückgelassen wurden, um die Ermittler in die Irre zu führen, oder ob sie von den Tätern vergessen wurden. Das Apartment war nicht auf den Namen des Bankers gebucht, was darauf hindeute, dass er zu einem Treffen in Zusammenhang mit einer unbekannten, vermutlich bedeutenden Transaktion bestellt worden war.

Adarytsch galt als bekannte und zugleich umstrittene Figur im ukrainischen Finanzsektor. Der in Pawlohrad geborene Banker verfügte über zwei Hochschulabschlüsse und zählte 2006 zu den 100 einflussreichsten Managern der Ukraine. In den Jahren 2012 bis 2020 war er Eigentümer der Fidobank, die von den Behörden wegen des Verdachts auf Finanzmissbrauch und die Veruntreuung von Millionen Euro geschlossen wurde.

Nach Problemen im Inland hatte er seine Aktivitäten nach Zypern, Luxemburg und in andere Steuerparadiese verlagert. Sein Name tauchte zudem im Zusammenhang mit Geschäftsinteressen im Hafen von Odessa auf.

RMF24/ps

 

 

 

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