Deutsche Redaktion

Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums wegen Spionageverdachts festgenommen

04.02.2026 10:01
In Polen ist ein langjähriger ziviler Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums (MON) wegen des Verdachts der Zusammenarbeit mit einem ausländischen Geheimdienst festgenommen worden. Die Festnahme erfolgte am Dienstag am Arbeitsplatz des Mannes im Ministeriumssitz in Warschau. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.
Bild:
Bild:MARVIN RECINOS/AFP/East News

Medienberichten und Informationen der polnischen Nachrichtenagentur PAP zufolge soll der Mann für einen Geheimdienst „aus östlicher Richtung“ spioniert haben. Um welches Land es sich handelt, wollten die Behörden nicht mitteilen.

Der Sprecher des Ministers für die Koordination der Geheimdienste, Jacek Dobrzyński, erklärte auf einer Pressekonferenz, der Verdächtige sei ein Zivilangestellter und weder Soldat noch Offizier.

Nach Informationen von PAP war der Mann im Departement für Strategie und Verteidigungsplanung tätig. Diese Abteilung befasst sich unter anderem mit der Erstellung wichtiger strategischer Dokumente wie der Nationalen Sicherheitsstrategie, Verteidigungsrichtlinien und Planungen zur Krisenbewältigung.

Der frühere stellvertretende Direktor des polnischen Auslandsgeheimdienstes, Piotr Niemczyk, sagte, ein solcher Beamter könne ein „sehr wertvoller Agent“ gewesen sein. Zivile Mitarbeiter hätten teilweise besseren Zugang zu sensiblen Informationen als politische Entscheidungsträger. Der Festgenommene soll seit den 1990er Jahren im Ministerium gearbeitet haben.


PAP/jc

 

Russischer Spion nach 10-monatiger Fahndung in Polen gefasst

24.10.2024 07:00
Eine Spezialeinheit der polnischen Polizei hat einen wegen Spionage für den russischen Geheimdienst FSB gesuchten ukrainischen Staatsbürger nach einer langen Fahndung gefasst.  

NYT: Russische „Spionagefabrik“ in Brasilien aufgedeckt

23.05.2025 07:00
Einem Bericht der New York Times zufolge nutzten russische Geheimdienste das lückenhafte brasilianische Zivilstandregister und die dortige Korruption, um falsche Identitäten für verdeckte Agenten zu schaffen.

Polnischer Ex-Soldat wegen Spionagebereitschaft für Russland verurteilt

03.02.2026 09:52
Ein Gericht in Zamość im Osten Polens hat einen ehemaligen Soldaten wegen Bereitschaft zur Spionage für den russischen Militärgeheimdienst zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 50-jährige Paweł K. aus Hrubieszów soll nach Einschätzung der Ermittler Informationen gesammelt haben, die bei der Planung eines möglichen Anschlags auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hätten helfen können.