Deutsche Redaktion

Dmitrijew nennt Debatte um Epstein „Panik liberaler Eliten“

04.02.2026 12:16
Der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten Wladimir Putin für Investitionen, Kirill Dmitrijew, hat die Reaktionen westlicher Eliten auf die Affäre um Jeffrey Epstein als Ausdruck von Panik bezeichnet. Hintergrund sind Äußerungen des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk, der den Epstein-Skandal als mögliche Operation russischer Geheimdienste bewertet hatte.
In den USA wurden zuletzt Millionen Seiten aus den Ermittlungsakten zu Epstein verffentlicht  darunter Hinweise auf Kontakte zu prominenten Persnlichkeiten.
In den USA wurden zuletzt Millionen Seiten aus den Ermittlungsakten zu Epstein veröffentlicht – darunter Hinweise auf Kontakte zu prominenten Persönlichkeiten.Associated Press/East News

„Das ist das Endspiel für verdorbene und satanistische liberale Eliten“, schrieb Dmitrijew am Mittwoch auf der Plattform X. Die Welt sei der „Lügen müde“, fügte er hinzu. Versuche, Einfluss durch Propaganda zu sichern, funktionierten nicht mehr.


Tusk hatte am Dienstag erklärt, es sei „sehr wahrscheinlich“, dass es sich bei der Epstein-Affäre um eine sogenannte „Honey-Trap“-Operation des russischen KGB gehandelt habe, die gegen westliche Eliten, vor allem in den USA, gerichtet gewesen sei. Der Regierungschef kündigte zudem die Einrichtung eines Analystenteams zu möglichen polnischen Verbindungen in der Affäre an.

Dmitrijew ist Sondervertreter Putins für die internationale Zusammenarbeit und beteiligt sich unter anderem an Verhandlungen mit den USA und der Ukraine über ein Ende des russischen Angriffskriegs.

In der vergangenen Woche hatte das US-Justizministerium rund drei Millionen Seiten aus Ermittlungsakten zu dem verstorbenen Finanzier und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht. Die Dokumente enthalten unter anderem Korrespondenz Epsteins mit prominenten Persönlichkeiten sowie Hinweise auf Kontakte.


IAR/PAP/jc

Neue Epstein-Dokumente: Polnische Namen tauchen in den freigegebenen Akten auf

03.02.2026 06:40
Neu veröffentlichte Akten im Fall des amerikanischen Finanzierers und verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein enthalten mehrere Hinweise auf polnische Staatsbürger. Die Unterlagen, die vom US-Justizministerium am vergangenen Freitag freigegeben wurden, umfassen nach offiziellen Angaben rund drei Millionen Seiten, etwa 2.000 Tonaufnahmen sowie ungefähr 180.000 Fotografien. 

Tusk: Polnische Hinweise in Epstein-Akten – Regierung prüft mögliche Ermittlungen

03.02.2026 14:01
Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat die Einsetzung eines Teams angekündigt, das mögliche polnische Verbindungen im Skandal um den US-Milliardär Jeffrey Epstein untersuchen soll. Die Experten werden gemeinsam mit dem Justizministerium sowie den Geheimdiensten prüfen, ob sich daraus die Notwendigkeit strafrechtlicher Ermittlungen ergebe, sagte Tusk vor einer Sitzung des Ministerrats in Warschau.