Deutsche Redaktion

Bange Stunden um Sellier – Knochenbruch nach Olympia-Sturz

21.02.2026 08:41
Schockmoment auf dem Eis: Die polnische Shorttrackerin Kamila Sellier hat sich nach ihrem schweren Sturz im Viertelfinale über 1500 Meter bei den Olympischen Winterspielen einem Eingriff unterziehen müssen. Eine Computertomographie ergab einen kleinen Knochenbruch im Gesichtsbereich.
Kamila Sellier
Kamila Sellier Reuters

„Kamila ist derzeit auf dem Weg zu einem Eingriff, bei dem die Wunde erneut geöffnet wird, damit die Ärzte den Zustand des Knochens genau beurteilen können“, teilte die polnische Olympiamission am späten Abend mit. Die Entscheidung sei nach den CT-Ergebnissen gefallen, die „einen kleinen Bruch“ gezeigt hätten. Nach dem Eingriff bleibe Sellier über Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus. „Sie ist sehr tapfer – sie ist aus eigener Kraft aus dem Bett aufgestanden“, hieß es weiter.

Zuvor hatte der Leiter der polnischen Olympiamission, Konrad Niedźwiedzki, erste Details geschildert. „Bekannt ist, dass die Wange aufgeschnitten wurde und bereits genäht ist. Wahrscheinlich ist auch das Jochbein beschädigt, vermutlich gebrochen, da es stark angeschwollen ist“, sagte Niedźwiedzki. Das Auge sei „sehr geschwollen“, das genaue Ausmaß der Verletzung zunächst schwer einzuschätzen. „Hoffentlich ist die Kufe nicht tiefer eingedrungen“, erklärte er.


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Der Unfall hatte sich in einem engen und körperbetonten Rennen ereignet. Sellier kam im Kampf um die Positionen zu Fall, brachte dabei die Italienerin Arianna Fontana zu Boden und wurde im selben Moment offenbar unabsichtlich von der Kufe der US-Amerikanerin Kristen Santos-Griswold im Augenbereich getroffen. Die US-Läuferin wurde von den Kampfrichtern disqualifiziert.

Auf dem Eis war sofort Blut zu sehen, medizinisches Personal eilte herbei. Sellier wurde abgeschirmt und auf einer Trage aus der Halle gebracht. Nach Angaben des Teams war sie jedoch durchgehend bei Bewusstsein. „Alles verlief gemäß den Prozeduren. Jetzt warten wir auf die Ergebnisse der Untersuchungen im Krankenhaus. Sobald wir weitere Informationen haben, werden wir laufend informieren“, sagte Niedźwiedzki.

Teamkollegin Gabriela Topolska sprach von einem seltenen, aber im Shorttrack möglichen Vorfall. „Solche Situationen sind nicht häufig, aber leider kommen sie vor“, sagte sie.


interia/jc

 

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