Deutsche Redaktion

UN-Generalsekretär Guterres: Krieg in der Ukraine „ein Fleck auf unserem kollektiven Gewissen“

25.02.2026 11:17
UN-Generalsekretär António Guterres hat den Krieg in der Ukraine als „einen Fleck auf unserem kollektiven Gewissen“ bezeichnet und erneut zu einer sofortigen Waffenruhe aufgerufen. Die Erklärung wurde am Dienstag bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zum vierten Jahrestag des Beginns der russischen Invasion verlesen. Guterres’ Rede wurde von seiner Stellvertreterin, Rosemary DiCarlo, vorgetragen.
António Guterres
António GuterresBRYAN SMITH/AFP/East News

„Wir sind Zeugen immer schrecklicherer Folgen dieses eklatanten Bruchs des Völkerrechts geworden“, hieß es in der Erklärung. Seit Beginn des Krieges seien mehr als 15.000 Zivilisten getötet und über 41.000 verletzt worden. Unter den Todesopfern seien 3200 Kinder.

Guterres würdigte die Bemühungen der Vereinigten Staaten und anderer Länder zur Beendigung des Krieges, betonte jedoch, es seien weitere Schritte notwendig, um Raum für Diplomatie zu schaffen.


Zugleich warnte er vor den Gefahren für die nuklearen Anlagen in der Ukraine. Die Kämpfe stellten eine direkte Bedrohung für deren Sicherheit dar. „Dieses skrupellose Spiel mit nuklearem Roulette muss sofort enden“, erklärte der UN-Chef.

„Genug Tod. Genug Zerstörung. Genug zerbrochene Leben und zerstörte Zukunft“, sagte Guterres. „Es ist Zeit für eine sofortige, vollständige und bedingungslose Waffenruhe – als ersten Schritt zu einem gerechten Frieden, der Leben rettet und dem endlosen Leiden ein Ende setzt.“


PAP/jc