Deutsche Redaktion

Sikorski stellt außenpolitische Prioritäten für 2026 vor

25.02.2026 21:00
Polens Außenminister Radosław Sikorski will am Donnerstag im Parlament die außenpolitischen Prioritäten der Regierung für das Jahr 2026 vorstellen. In seiner Grundsatzrede – dem sogenannten Exposé – soll es unter anderem um Sicherheit, die transatlantischen Beziehungen, die Europäische Union und den Krieg in der Ukraine gehen.
Radosław Sikorski w Sejmie
Radosław Sikorski w SejmieMarysia Zawada/REPORTER

Sikorski kündigte an, er wolle deutlich machen, dass Polens Position in der EU ein Gewinn sei. Mehr als 20 Jahre nach dem Beitritt sei das Land nicht zufällig zur zwanzigtgrößten Volkswirtschaft der Welt aufgestiegen. Die EU-Mitgliedschaft stärke Polen, sagte er. Zugleich äußerte er die Hoffnung, Nationalisten von „antieuropäischer Propaganda“ abzubringen, die Polens Stellung schwäche. Mit Blick auf Großbritannien sagte er, der EU-Austritt werde dort inzwischen bereut.

Ursprünglich war die Rede für den 11. Februar geplant. Sie wurde verschoben, nachdem Präsident Karol Nawrocki für denselben Tag eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats einberufen hatte.

Zu der Sitzung im Parlament werden neben dem Präsidenten auch Ministerpräsident Donald Tusk, die Parlamentspräsidenten sowie Diplomaten erwartet. Für Rede und Debatte sind insgesamt achteinhalb Stunden angesetzt.


Sikorski hält die außenpolitische Grundsatzrede bereits zum zehnten Mal. Er hatte sie zwischen 2008 und 2014 sowie erneut 2024 und 2025 vorgestellt. Die internationale Lage habe sich zuletzt nicht verbessert, sagte er. Der Krieg in der Ukraine dauere an, die transatlantischen Beziehungen seien schwieriger geworden. Zudem entstünden neue Herausforderungen etwa im Technologiebereich und bei kritischen Rohstoffen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Sikorski im Parlament für eine stärkere europäische Verteidigungsfähigkeit und den Erhalt des Bündnisses mit den USA geworben. Ein Zerfall der westlichen Gemeinschaft wäre die größte Gefahr, sagte er damals. Polen könne sich eine Isolation nicht leisten.


PAP/jc

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