Deutsche Redaktion

Polen auf den Malediven gestrandet – Appell an Regierung

05.03.2026 11:55
Mehrere polnische Touristen sitzen nach eigenen Angaben auf den Malediven fest und haben die Regierung in Warschau um Hilfe gebeten. Grund sei die Schließung des Luftraums nach dem Angriff auf den Iran, die zahlreiche Flugverbindungen in der Region lahmgelegt habe.
Trwa ewakuacja turystów z Bliskiego Wschodu.
Trwa ewakuacja turystów z Bliskiego Wschodu. PAP/EPA/GEORGE CHAN AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

In einer im Internet verbreiteten Videobotschaft wandte sich die polnische Urlauberin Zofia Pietrzak direkt an Ministerpräsident Donald Tusk. „Herr Premierminister, wir richten einen dringenden Appell der polnischen Bürger, die auf den Malediven feststecken, an Sie. Die Situation wird sehr schwierig und verschlechtert sich mit jeder Stunde“, sagte sie.

Auf der Insel hielten sich zahlreiche Polen auf, darunter Familien mit Kindern und ältere Menschen. Hotels seien überfüllt und die Preise stark gestiegen, berichtete Pietrzak. Zudem hätten immer mehr Menschen keinen Zugang zu ihren Medikamenten, etwa gegen Bluthochdruck, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen. Ohne schnelle Hilfe könne dies zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen.

Die gestrandeten Touristen forderten die polnische Regierung auf, dringend Hilfe zu organisieren und eine Evakuierung oder einen Sonderflug für polnische Staatsbürger zu ermöglichen. „Lasst uns hier nicht ohne Hilfe zurück“, sagte Pietrzak.


Nach Angaben der Betroffenen übernachten einige Reisende inzwischen auf Booten, während die Preise für verfügbare Flugtickets stark gestiegen sind. Polnische und andere europäische Touristen hätten zudem begonnen, sich über soziale Netzwerke zu organisieren, um gemeinsam nach Charter- oder Privatflügen zu suchen.


wp/jc

Polen schickt Militärflugzeuge zur Evakuierung von Bürgern aus dem Nahen Osten

05.03.2026 09:05
Polen hat zwei Militärflugzeuge zur Evakuierung seiner Staatsbürger aus dem Nahen Osten entsandt. Die beiden Maschinen vom Typ Boeing 737 mit Militärbesatzung hätten am Donnerstagmorgen ihre Mission begonnen, teilte Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz in sozialen Medien mit.