Deutsche Redaktion

EU erwägt Marineeinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus

17.03.2026 06:44
Die Europäische Union erwägt Gespräche mit den USA über einen möglichen Einsatz ihrer Marine zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Das sagte Polens Außenminister Radosław Sikorski nach einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Hintergrund sind anhaltende Spannungen mit dem Iran, die den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Meerenge beeinträchtigen.
Polish Deputy Prime Minister and Foreign Minister Radosław Sikorski.
Polish Deputy Prime Minister and Foreign Minister Radosław Sikorski.Photo: PAP/Wiktor Dąbkowski

Sikorski bezeichnete einen entsprechenden Vorschlag der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas als „interessant“. Demnach könnten bestehende EU-Missionen in der Region angepasst werden, um zur Stabilisierung der Lage beizutragen. Eine Entscheidung darüber gibt es jedoch nicht.

Zugleich verwies Sikorski darauf, dass US-Präsident Donald Trump die NATO um Unterstützung bei der Sicherung der Route gebeten habe. Eine formelle Anfrage an das Bündnis liege aber bislang nicht vor. Polen werde sich nach eigenen Angaben nicht an einem solchen Einsatz beteiligen.

Die EU betreibt bereits zwei Marinemissionen in der weiteren Region: „Aspides“ und „Atalanta“. Sie dienen bislang vor allem dem Schutz der Handelsschifffahrt vor Angriffen und Piraterie.

Nach Einschätzung Sikorskis könnte ein Dialog mit Washington über maritime Sicherheit für beide Seiten von Interesse sein. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Routen für den globalen Öl- und Gastransport.

In der Frage möglicher Lockerungen von Sanktionen gegen Russland äußerte sich Sikorski zurückhaltend. Eine Entscheidung darüber könne erst nach einem Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine getroffen werden. Ein voreiliges Vorgehen würde die Verhandlungsposition des Westens schwächen, so der polnische Außenminister.


PAP/IAR/jc

Nach Gespräch mit Putin: Trump stellt Lockerung von Russland-Ölsanktionen in Aussicht

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Trump kündigte an, ölbezogene Sanktionen gegen einige Länder vorübergehend auszusetzen. Auf Nachfrage bestätigte Trump, dass dies auch Russland betreffe. „Vielleicht müssen wir sie nicht wieder in Kraft setzen, weil Frieden in der Welt herrschen wird“, erklärte er. In Bezug auf den Krieg gegen den Iran sagte Trump, der Krieg sei fast beendet.

Sikorski: Polen wird sich nicht am Krieg im Nahen Osten beteiligen

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Von der Leyen warnt vor neuen Migrationswellen

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Die Präsidentin der Europäischen Kommission hat vor möglichen neuen Migrationsbewegungen infolge des Konflikts im Nahen Osten gewarnt. In einem Brief an die Staats- und Regierungschefs der EU rief Ursula von der Leyen zu erhöhter Wachsamkeit auf.