Am Wochenende hat die polnische Grenzschutzbehörde über 520 Versuche registriert, die Grenze von Weißrussland nach Polen illegal zu überqueren. Eine Person werde derzeit noch gesucht, teilte der Grenzschutz am Montag mit. „Gegen eine Person laufen Maßnahmen zu ihrer Festnahme“, hieß es in einer offiziellen Erklärung. Drei Personen wurden wegen Beihilfe zur illegalen Grenzüberquerung festgenommen. Polnisches Personal sei auch mit Steinen beworfen worden, ein Einsatzfahrzeug wurde beschädigt.
Pufferzone an polnisch-weißrussischen Grenze verlängert
Am 7. Juni hat der Innenminister die Verlängerung der Pufferzone an der polnisch-belarussischen Grenze um weitere 90 Tage beschlossen. Das von einem Aufenthaltsverbot betroffene Gebiet erstreckt sich über einen Grenzabschnitt von 78,29 Kilometern im Zuständigkeitsbereich der Grenzschutzstellen in Michałowo, Narewka, Białowieża, Dubicze Cerkiewne und Czeremcha. In einigen Abschnitten reicht die Zone bis zu 4 Kilometer ins Landesinnere hinein.
Wie das Ministerium betonte, handle es sich bei diesem Gebiet um eine dicht bewaldete und sumpfige Region, was Such- und Rettungsmaßnahmen erheblich erschwere. Dies stelle eine unmittelbare Gefahr für Leben und Gesundheit derjenigen dar, die aus Weißrussland in dieses Gebiet eindringen. Die Maßnahme schütze auch die Sicherheit der Beamten des Grenzschutzes, der Polizei und der Armee. Die Verlängerung der Pufferzone soll außerdem die Arbeiten an der Modernisierung der Grenzsperre erleichtern und die Aktivitäten von Schmugglergruppen einschränken – im Einklang mit den internationalen Verpflichtungen Polens, hieß es.
Straż Graniczna/PAP/GOV/ps