Braun machte dabei Juden, Israel und die jüdische Diaspora weltweit für den Konflikt verantwortlich. Zudem griff er die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas persönlich an und warf ihr vor, ihn am Sprechen zu hindern.
Der Vorsitzende des Ausschusses, David McAllister, wies die Aussagen entschieden zurück und bezeichnete sie als antisemitisch. Er forderte Braun auf, seine Wortmeldungen zu beenden.
Auch polnische Abgeordnete verschiedener Parteien kritisierten den Vorfall. Der Europaabgeordnete Adam Bielan (PiS) sprach von einer „unnötigen Provokation“ und schloss eine Zusammenarbeit mit Brauns politischem Umfeld aus.
Andrzej Halicki (KO) erklärte, Braun finde im Europaparlament selbst unter radikalen Abgeordneten keine Unterstützung. Er verwies zudem auf laufende Verfahren zur Aufhebung von Brauns Immunität und kritisierte dessen wiederholte Grenzüberschreitungen.
Krzysztof Hetman (PSL) bezeichnete das Verhalten als „zynisch“ und „beschämend“. Zugleich rief er die Medien dazu auf, den Aussagen weniger Aufmerksamkeit zu schenken, da Braun gezielt auf öffentliche Wirkung setze.
PAP/jc