Deutsche Redaktion

Gedenken an Schriftstellerin Zofia Kossak

09.04.2026 11:02
Mit einer Gedenkveranstaltung wird am Donnerstag in Górki Wielkie an die polnische Schriftstellerin Zofia Kossak erinnert. Anlass ist der 58. Todestag der Autorin, die auch als Häftling des deutschen Konzentrationslagers Auschwitz und als „Gerechte unter den Völkern“ bekannt ist.
Zofia Kossak-Szczucka w swoim domu w Górkach Wielkich w sierpniu 1960 roku
Zofia Kossak-Szczucka w swoim domu w Górkach Wielkich w sierpniu 1960 rokuPAP/Stanisław Jakubowski

Die Feierlichkeiten beginnen am Abend mit einer Messe in der Allerheiligenkirche.

Zofia Kossak wurde 1889 geboren. Sie studierte Kunst in Warschau und Genf. Bekannt wurde sie mit ihren Erinnerungen an die bolschewistische Revolution, die unter dem Titel „Pożoga“ erschienen. Später schrieb sie auch historische Romane wie „Krzyżowcy“.

Während der deutschen Besatzung engagierte sie sich im Widerstand. Sie gründete Untergrundorganisationen zur Hilfe für Juden und war Mitinitiatorin der späteren Hilfsstruktur „Żegota“. Kossak wurde von den Deutschen verhaftet und in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Später kam sie ins Gefängnis Pawiak und wurde zum Tode verurteilt. Dank der polnischen Untergrundbewegung wurde sie jedoch freigelassen.

Sie nahm am Warschauer Aufstand teil und ging nach dem Krieg ins Exil nach London. Nach ihrer Rückkehr lebte sie wieder in Górki Wielkie. Kossak starb am 9. April 1968 in Bielsko-Biała.

Für ihr Wirken wurde sie vielfach geehrt. 2018 verlieh ihr Präsident Andrzej Duda posthum den Orden des Weißen Adlers.


IAR/jc

 

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