Deutsche Redaktion

Nawrocki: „Tausendjährige polnisch-ungarische Freundschaft muss weiterbestehen“

14.04.2026 06:30
„Die tausendjährige polnisch-ungarische Freundschaft muss fortbestehen, sie steht über Parlamentswahlen“, sagte Präsident Karol Nawrocki und gratulierte Péter Magyar zum Sieg. „Es ist eine souveräne Entscheidung des ungarischen Volkes“, betonte er gegenüber Medien.
Prsident Karol Nawrocki hat Pter Magyar und seiner Partei TISZA zum Sieg bei den Parlamentswahlen in Ungarn gratuliert.
Präsident Karol Nawrocki hat Péter Magyar und seiner Partei TISZA zum Sieg bei den Parlamentswahlen in Ungarn gratuliert.Rex Features/East News

Präsident Karol Nawrocki hat Péter Magyar und seiner Partei TISZA zum Sieg bei den Parlamentswahlen in Ungarn gratuliert. „Das ist natürlich die Entscheidung des ungarischen Volkes. Sie haben ihren Ministerpräsidenten gewählt, dem ich zum Wahlsieg gratuliere“, sagte der Präsident im Fernsehsender Polsat News am Montag.

Wie er betonte, müsse die „tausendjährige polnisch-ungarische Freundschaft müsse weiterbestehen“. „Sie steht über Parlamentswahlen, daher gratuliere ich selbstverständlich zu diesem Sieg. Es ist eine souveräne Entscheidung des ungarischen Volkes“, sagte Nawrocki. Zugleich stellte er klar, „es sei nicht die Aufgabe des polnischen Präsidenten, Wahlen zu kommentieren". Er versicherte, er werde „mit jedem zusammenarbeiten, den freie Nationen wählen, zum Wohl der Republik Polen“.

Magyars' TISZA mit klarer Mehrheit
Nach der Auszählung von fast 99 Prozent der Stimmen bei den Parlamentswahlen in Ungarn kann die TISZA von Péter Magyar mit 138 Mandaten im 199 Sitze umfassenden Parlament rechnen. Die Koalition Fidesz-KDNP unter Führung von Ministerpräsident Viktor Orbán kommt auf 55 Mandate. Ins Parlament zieht auch mit sechs Sitzen die rechtsextreme Partei Mi Hazánk ein. Der Sieg der TISZA beendet die 16-jährige Herrschaft von Viktor Orbans Fidesz in Ungarn.

PR/PAP/ps

Ende der Orban-Ära. „Eindeutige und schmerzhafte“ Wahlniederlage

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Politico: Orbán unterschätzte Wähler – klare Niederlage bei Parlamentswahl

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„Außenminister Peter Szijjarto vernichtet am Montag im Gebäude des Ministeriums Dokumente zu Sanktionen“, erklärte der Vorsitzende der TISZA- Partei auf einer Pressekonferenz in Budapest. Zugleich forderte er den ungarischen Präsidenten Tamas Sulyok auf, so schnell wie möglich die konstituierende Sitzung des Parlaments einzuberufen.