Deutsche Redaktion

Außenministerium verurteilt Schändung von Marienfigur durch israelischen Soldaten

08.05.2026 06:00
Das polnische Außenministerium hat einen weiteren Fall der Verletzung religiöser Gefühle durch einen Soldaten der israelischen Streitkräfte im Libanon scharf verurteilt. „Die Verachtung, mit der die Marienfigur behandelt wurde, verletzt die religiösen Gefühle von Christen“, erklärte das Ministerium und erinnerte an die Notwendigkeit, die Religionsfreiheit weltweit zu achten.
In einer Erklrung erinnerte das polnische Auenministerium daran, dass Artikel 18 der Allgemeinen Erklrung der Menschenrechte jedem das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit garantiere.
In einer Erklärung erinnerte das polnische Außenministerium daran, dass Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte jedem das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit garantiere.https://www.facebook.com/profile.php?id=61551507099786

Wie israelische Medien festgestellt haben, sei ein Foto eines israelischen Soldaten, der einer Marienfigur in der Ortschaft Debel im Süden des Libanon eine Zigarette in den Mund steckt, bereits vor einigen Wochen aufgenommen worden, tauchte aber erst jetzt in sozialen Medien auf. Die israelische Armee will den Soldaten disziplinarisch bestrafen. „Wir nehmen den Vorfall sehr ernst. Das Verhalten des Soldaten entspricht nicht den Werten, die von Angehörigen der Streitkräfte erwartet werden“, erklärten die israelischen Streitkräfte laut dem Portal „Times of Israel“.

Stellungnahme des polnischen Außenministeriums
In einer Erklärung erinnerte das polnische Außenministerium daran, dass Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte jedem das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit garantiere. „Mit dem Beitritt zu den Vereinten Nationen hat Israel die in der Erklärung verankerten Werte der Organisation anerkannt. Derselbe Grundsatz der Religionsfreiheit wurde auch in der israelischen Unabhängigkeitserklärung von 1948 festgeschrieben. Zu den Unterzeichnerstaaten gehört zudem der Libanon, auf dessen Territorium sich der Vorfall ereignet hat“, betonte das Ministerium.
Jedes Land sei verpflichtet, die Achtung dieses Rechts zu gewährleisten. „Ein weiterer Vorfall mit Beteiligung eines Vertreters des Staates Israel, der die religiösen Gefühle von Christen verletzt, trägt weder zu einer friedlichen Atmosphäre im Nahen Osten noch zur Entwicklung der Zusammenarbeit bei. Das polnische Außenministerium verurteilt weiterhin jede Form religiöser Diskriminierung weltweit“, hieß es in der Erklärung.

Weitere Schändung christlicher Symbole

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art in dem Ort. Ende April hat ein anderer israelischer Soldat dort eine Jesus-Figur zerstört. Die Tat hat scharfe Reaktionen in Israel ausgelöst. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat das Verhalten des Soldaten verurteilt, Außenminister Gideon Saar bezeichnete es als „beschämend“ und entschuldigte sich bei allen Betroffenen, insbesondere bei Christen. Der Täter wurde vom Kampfdienst abgezogen und zu 30 Tagen Arrest verurteilt. Dieselbe Strafe erhielt auch der Soldat, der den Vorfall fotografiert hatte.

RMF24/ps

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