Das Abkommen mit Großbritannien soll demnach am 27. Mai unterzeichnet werden. Es knüpft an eine bereits 2023 vereinbarte Erklärung zur Zusammenarbeit an, soll aber deutlich weiter gehen. Warschau interessiert sich vor allem für britische Erfahrungen bei der Abwehr hybrider Bedrohungen durch Russland. Großbritannien verfügt zudem – wie Frankreich – über Atomwaffen und gilt in Polen als wichtiger Faktor zur Abschreckung Moskaus.
Ein weiteres Abkommen mit Deutschland ist laut dem Bericht für Mitte Juni geplant. Dabei stehen vor allem Fragen der militärischen Logistik, Infrastruktur und Rüstungszusammenarbeit im Mittelpunkt. Deutschland spiele im Falle eines Konflikts eine wichtige Rolle als industrielles und logistisches Hinterland, hieß es.
Die geplanten Vereinbarungen stoßen in Polen teilweise auf Kritik konservativer Kreise. Rechte Medien warnten vor einer zu engen Zusammenarbeit mit Berlin, insbesondere beim Austausch geheimdienstlicher Informationen und bei militärischen Transportrechten. Regierungskreise betonen dagegen, ähnliche Regelungen existierten bereits im Rahmen der Nato.
Nach Angaben des Berichts sieht Warschau die neuen Verträge als notwendige Ergänzung zur Nato. Grund seien die strategische Neuausrichtung der USA Richtung Asien sowie Befürchtungen über einen möglichen Rückzug amerikanischer Truppen aus Europa.
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