Gleichzeitig verwies das Ministerium auf die engen Beziehungen zwischen den USA und Polen. Beide Länder verbinde eine langjährige politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Partnerschaft.
In Washington ist es üblich, Visaentscheidungen nicht öffentlich zu kommentieren. In einzelnen Fällen hatte die US-Regierung allerdings Ausnahmen gemacht – etwa bei Sanktionen gegen propalästinensische Aktivisten oder Angehörige iranischer Funktionäre.
Auch das Weiße Haus äußerten sich bislang nicht zu dem Fall.
Unterdessen kündigte das polnische Außenministerium an, sowohl die USA als auch Ungarn um Aufklärung zu bitten. Nach Angaben des Ministeriumssprechers Maciej Wewiór will Warschau wissen, auf welcher rechtlichen Grundlage Ziobro Ungarn verlassen und in die Vereinigten Staaten einreisen konnte. Dabei gehe es auch um die Frage, mit welchen Dokumenten er reisen konnte, nachdem seine Reisepässe im vergangenen Jahr für ungültig erklärt worden waren.
Gegen Ziobro laufen in Polen Ermittlungen wegen schwerer Vorwürfe. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem vor, als Justizminister eine organisierte kriminelle Gruppe geleitet und sein Amt für rechtswidrige Zwecke genutzt zu haben.
Der ehemalige Minister hielt sich zuletzt in Ungarn auf, wo ihm internationaler Schutz gewährt worden war.
PAP/jc