Deutsche Redaktion

Sikorski empfängt Friedensnobelpreisträger Bialacki

09.06.2026 11:42
Nach Angaben des Außenministeriums sprach Sikorski mit dem Friedensnobelpreisträger unter anderem über die Arbeit des Menschenrechtszentrums Wiasna.
   2014     .
Алесь Бяляцкі ў 2014 годзе быў госцем Польскага радыё. Фота: Wojciech Kusiński/Polskie Radio

Polens Außenminister Radosław Sikorski hat den belarussischen Menschenrechtsverteidiger Ales Bialacki getroffen. Nach Angaben des Außenministeriums sprach Sikorski mit dem Friedensnobelpreisträger unter anderem über die Arbeit des Menschenrechtszentrums Wiasna.

Bialacki hatte Wiasna 1996 gegründet. Die Organisation dokumentiert Repressionen in Belarus und unterstützt politische Gefangene. Obwohl sie von den Behörden unter Machthaber Alaksandr Lukaschenka verboten wurde, setzte sie ihre Tätigkeit fort. Nach den Protesten gegen die gefälschte Präsidentschaftswahl 2020 wurden Bialacki und weitere Mitarbeiter festgenommen.

Der Menschenrechtsverteidiger war bereits zweimal inhaftiert. 2023 wurde er zu zehn Jahren Strafkolonie verurteilt. 2022 erhielt er gemeinsam mit Memorial und dem ukrainischen Zentrum für bürgerliche Freiheiten den Friedensnobelpreis. Im Dezember vergangenen Jahres kam Bialacki frei. 

IAR/adn


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