Unter dem Titel „Die Erfindung der Mythen“ hat die Direktorin des Warschauer Nationalmuseums, Agnieszka Lajus, im Dialog mit Anette Hüsch, Direktorin der Alten Nationalgalerie, acht Werke ausgewählt, die von den sich wandelnden kulturellen und politischen Bedingungen Polens, von Freiheit, Kunst und Künstlerdasein über drei Jahrhunderte erzählen – vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Jarosław Modzelewski, Selbstbildnis mit Pigmenten, 2022, fot. © Arkadiusz Łuba
Unter den Werken befinden sich „Polnischer Hamlet – Portrait von Aleksander Wielopolski“, aus dem Jahr 1903, des wichtigsten symbolistischen Malers Polens, Jacek Malczewski (1854-1929) und „Portrait dreier Kinder des Künstlers“ von Jan Matejko, aus dem Jahr 1870 und „Das alte Haus” von Ferdynand Ruszczyc aus dem Jahr 1903 sowie Werke zeitgenössischer Künstler wie „Selbstbildnis mit Pigmenten” von Jarosław Modzelewski aus dem Jahr 2022.
Jacek Malczewski, Polnischer Hamlet – Portrait von Aleksander Wielopolski, 1903, fot. © Arkadiusz Łuba
Der 2026 gestartete Ausstellungszyklus stellt die Frage, was mit nationaler Kunst geschieht, wenn sie ihren eigenen Kontext verlässt und in eine Institution gelangt, die sich seit Beginn ihrer Tätigkeit bewusst auch dem internationalen Dialog öffnet. Die Werke aus dem Nationalmuseum Warschau sind in Berlin bis zum 17. Januar 2027 zu sehen. Eine kostenfreie Broschüre mit Essays von Agnieszka Lajus und Anette Hüsch erscheint zur Ausstellung.
Blick in die Ausstellung „Die Erfindung der Mythen“ in der Alten Nationalgalerie in Berlin, fot. © Arkadiusz Łuba
INFO A. Łuba