Urbaniak galt als einer der international bekanntesten polnischen Jazzmusiker. Der Geiger und Saxofonist lebte seit den 1970er-Jahren in New York und arbeitete mit zahlreichen Größen des Jazz zusammen, darunter Quincy Jones, Herbie Hancock, Joe Zawinul und Miles Davis. 1985 war er an den Aufnahmen zu Davis’ Album „Tutu“ beteiligt.
Der Musiker trat in renommierten Konzerthäusern wie der Carnegie Hall auf und wurde vielfach ausgezeichnet. 1971 gewann er beim Jazzfestival von Montreux den Grand Prix als bester Solist, 2016 erhielt er den Goldenen Fryderyk für sein Lebenswerk. Urbaniak komponierte zudem Musik für Film und Theater.
Geboren wurde Michał Urbaniak am 22. Januar 1943 in Warschau, aufgewachsen ist er in Łódź. 1973 verließ er Polen und ließ sich dauerhaft in den USA nieder.
PAP/jc