Die Spenden wurden nach jeder Messe über Caritas Polska gesammelt. Anlass ist ein Aufruf des Vorsitzenden der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Tadeusz Wojda. Der Leiter der Pallottiner in Kiew, Pater Waldemar Pawelec, sprach im Polnischen Rundfunk von einer dramatischen Lage in der ukrainischen Hauptstadt. „In Kiew herrscht eine völlige Katastrophe, weil sich der ganze Hass und die ganze Wut auf die Hauptstadt richten, um das Leben dort unmöglich zu machen“, sagte er.
Pawelec bestätigte, dass Kirchen, Ordenshäuser, Schulen und Krankenhäuser Stromgeneratoren erhalten hätten. Dringend benötigt würden jedoch Mittel für Treibstoff. Seine Pfarrei habe kürzlich ein leistungsstarkes Aggregat bekommen, „das uns erlaubt, die schwierigsten Momente zu überstehen“, erklärte er. Die Temperaturen dürften deutlich unter -10 Grad Celsius fallen. Zudem betreibe jede Pfarrei in Kiew einen „Wärmepunkt“. Dort könnten Menschen Suppe, heißen Kaffee oder Tee sowie etwas zu essen erhalten, sich aufwärmen und ihre Telefone aufladen.
Caritas Polska arbeitet mit Caritas-Spes Ukraine zusammen, um sogenannte „Punkte der Widerstandskraft“ zu betreiben. Sie bieten beheizte Aufenthaltsräume, wo täglich mehr als 1.000 warme Speisen und Getränke ausgegeben werden. Zudem werden Schlafsäcke, Decken und Thermokleidung verteilt. Die Hilfszentren sind unter anderem in Charkiw, Odesa, Cherson, Saporischschja und Tschernihiw tätig.
PR/ps