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Morawiecki verlässt mit 44 Abgeordneten und Europaabgeordneten die PiS

25.07.2026 08:36
Der frühere Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat mit einer Gruppe von insgesamt 44 Politikern die nationalkonservative Oppositionspartei PiS verlassen. Zu seinem Lager gehörten 40 Abgeordnete, ein Senator und drei Europaabgeordnete, sagte Morawiecki am Freitag auf einer Pressekonferenz im Parlament.
Mateusz Morawiecki (PiS)
Mateusz Morawiecki (PiS)Marysia Zawada/REPORTER

Der Schritt folgt auf einen monatelangen Machtkampf mit Parteichef Jarosław Kaczyński. Auslöser des Bruchs war ein Ultimatum der Parteiführung, wonach Abgeordnete eine Loyalitätserklärung unterzeichnen mussten. Wer dies verweigerte, verlor die Parteimitgliedschaft.

Morawiecki erklärte, seine politische Bewegung wolle künftig ein breites konservatives Wählerspektrum ansprechen. Die bisherige Strategie der PiS, unterschiedliche Strömungen innerhalb der Partei zu vereinen, sei aufgegeben worden. „Wir können nicht akzeptieren, dass eine gemeinsam vereinbarte Strategie durch Ultimaten und Erpressung über Bord geworfen wird“, sagte er.

Zugleich warf der ehemalige Regierungschef einer „kleinen, aber lautstarken Gruppe von Intriganten“ innerhalb der PiS vor, den Bruch herbeigeführt zu haben. Sein Lager wolle sich stattdessen auf die Zukunft konzentrieren und Angriffe nicht mit Gegenangriffen beantworten.


Ob aus der Gruppe eine neue Partei oder eine eigene Fraktion im Parlament entstehen wird, ließ Morawiecki offen. Über die nächsten Schritte müsse zunächst beraten werden. Noch wenige Stunden zuvor habe er Kaczyński die Hand zur Versöhnung gereicht, sagte der frühere Regierungschef.

Nach seinen Angaben wollen die Politiker seines Vereins „Rozwój Plus“ nun eine landesweite Tour beginnen, um mit Wählern über die Zukunft des konservativen Lagers zu sprechen.


IAR/jc

Kaczyński ruft PiS nach internem Streit zu Geschlossenheit auf

20.07.2026 09:02
Nach zunehmenden Spannungen innerhalb der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hat Parteichef Jarosław Kaczyński seine Parteikollegen zur Mäßigung aufgerufen. „Der Gegner steht an anderer Stelle“, schrieb Kaczyński am Sonntag auf der Plattform X. Angesichts öffentlicher Auseinandersetzungen reibe sich dieser „die Hände“. „Wollen wir unseren politischen Gegnern wirklich Gründe zur Zufriedenheit liefern?“, fragte der PiS-Vorsitzende.

Morawiecki hält an „Rozwój Plus“ fest

23.07.2026 09:14
Im Machtkampf der Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) wollen Parteichef Jarosław Kaczyński und Ex-Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Donnerstag zu einem weiteren Gespräch zusammenkommen. Das Treffen findet wenige Stunden vor Ablauf einer Frist statt, bis zu der PiS-Mitglieder ihre Zugehörigkeit zu parteiinternen politischen Vereinigungen aufgeben müssen.

„Mental hat die PiS bereits verloren"

24.07.2026 13:30
Das Jahr 2027 könnte zu einem Jahr des politischen Chaos werden. Hat die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) den kommenden Wahlkampf bereits mental verloren? Eine Partei am Rande des Zerfalls. Mitglieder derselben politischen Formation beschimpfen sich öffentlich aufs Schärfste. Sie werfen einander Verrat, Sabotage, Schmutzkampagnen, Intrigen sowie Zusammenarbeit mit dem politischen Hauptgegner und gezielte Schädigung der eigenen Partei vor. Und: Heute lohne sich Polenfeindlichkeit für Kijiw – anders als 2022, als es politisch von Vorteil gewesen sei, sich polenfreundlich zu zeigen. Mehr dazu in der Presseschau.