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Tausende Kinder leben in extremer Armut

10.08.2026 17:00
Mehr als 360.000 Kinder in Polen leben in extremer Armut. Das bedeutet, dass ihre grundlegenden Bedürfnisse wie Nahrung oder ein Dach über dem Kopf nicht gesichert sind. „In solchen Familien denkt niemand an Urlaub", so eine Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation.
Fr viele Kinder bedeutet das Ende des Schuljahres nicht nur, dass sie nicht in die Ferien fahren knnen, sondern vor allem, dass ihnen die tgliche warme Mahlzeit fehlt.
Für viele Kinder bedeutet das Ende des Schuljahres nicht nur, dass sie nicht in die Ferien fahren können, sondern vor allem, dass ihnen die tägliche warme Mahlzeit fehlt. Shutterstock/Robert Kneschke

In jedem vierten Haushalt fahren die Kinder nicht in die Ferien. Die meisten von ihnen sind nach Angaben des Polnischen Roten Kreuzes noch nie verreist. Insgesamt sollen 364.000 Kinder in Armut leben. „Juli und August bedeuten für sie, zu Hause zu bleiben, gedankenlos auf einen Bildschirm zu schauen, ziellos umherzugehen und jeden Tag allein zu sein. In den Ferien ist auch der Zugang zu Mahlzeiten erschwert, die während des Schuljahres von den Schulen bereitgestellt werden“, sagt Małgorzata Szukała, Leiterin der Abteilung für Kommunikation und Fundraising beim Polnischen Roten Kreuz.

Das Rote Kreuz betreibt Kinderbetreuungseinrichtungen, die während der Sommerferien eigenständig weiterarbeiten. Ihre Zahl ist jedoch begrenzt. Das Rote Kreuz bemüht sich auch während der Schulferien, die Bedürfnisse der Kinder zu decken. „27 Prozent der polnischen Familien schicken ihre Kinder auf keine einzige Reise. Für diese Kinder bedeutet das Ende des Schuljahres nicht nur, dass sie nicht in die Ferien fahren können, sondern vor allem, dass ihnen die tägliche warme Mahlzeit fehlt. Deshalb organisieren wir für sie auch Ferienlager und Ferienbetreuung“, betont Szukała.

Armutserfahrungen in der Kindheit haben langfristige Folgen. Sie schränken die Entwicklungsmöglichkeiten ein, erschweren den Zugang zu Bildung und beeinträchtigen das Selbstwertgefühl. Sozialprogramme und die Unterstützung durch staatliche und andere Institutionen helfen vielen Familien, können das Problem jedoch nicht vollständig lösen. Die steigenden Lebenshaltungskosten führen dazu, dass ein Teil der Kinder weiterhin nicht ausreichend von den bestehenden Hilfsangeboten erreicht wird. Unter den fast eine Million Menschen, denen das Polnische Rote Kreuz 2025 geholfen hat, waren knapp 130.000 Kinder.

zero/kresy/ps

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