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Polen erhält Rückzahlung für an die Ukraine gelieferte Waffen

02.09.2026 07:20
Nach Angaben des polnischen Vizeverteidigungsministers Paweł Zalewski wird Polen im kommenden Jahr 400 Millionen Euro sowie bis zu 30 Millionen Euro aus einem zusätzlichen Fonds erhalten.
Aus der Europischen Friedensfazilitt (EPF) werden die Kosten fr Waffen erstattet, die die Mitgliedstaaten aus ihren eigenen Bestnden an die Ukraine geliefert hatten. Der Mechanismus war zwei Jahre lang von der frheren ungarischen Regierung blockiert worden.
Aus der Europäischen Friedensfazilität (EPF) werden die Kosten für Waffen erstattet, die die Mitgliedstaaten aus ihren eigenen Beständen an die Ukraine geliefert hatten. Der Mechanismus war zwei Jahre lang von der früheren ungarischen Regierung blockiert worden. Shutterstock.com/Karolis Kavolelis

Die irische Außen- und Verteidigungsministerin Helen McEntee hat am Dienstag einen Durchbruch bei der Erstattung der Kosten für Waffenlieferungen der EU-Staaten an die Ukraine bekannt gegeben. Der Durchbruch wurde während eines informellen Treffens der EU-Verteidigungsminister im irischen Newtownmountkennedy erzielt. Irland hat in diesem Halbjahr den EU-Ratsvorsitz inne.

Aus der Europäischen Friedensfazilität (EPF) werden die Kosten für Waffen erstattet, die die Mitgliedstaaten aus ihren eigenen Beständen an die Ukraine geliefert hatten. Der Mechanismus war zwei Jahre lang von der früheren ungarischen Regierung blockiert worden. Nach deren Niederlage bei den Parlamentswahlen im April konnten sich die übrigen Hauptstädte jedoch zunächst nicht auf die Verteilung der Mittel einigen.

„Es scheint, dass die Mehrheit der Mitgliedstaaten zu einem Kompromiss bereit ist, um die Unterstützung für die Ukraine in Höhe von 6,6 Milliarden Euro freizugeben“, sagte McEntee nach dem Treffen vor Journalisten.

„Wir haben bereits eine Erstattung von 830 Millionen Euro für die an die Ukraine gelieferten Waffen erhalten. Nun wurde vereinbart, dass wir im kommenden Jahr weitere 400 Millionen Euro bekommen“, sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Paweł Zalewski der polnischen Presseagentur PAP nach dem Treffen.
„Die Europäische Kommission hat zwei Varianten vorgelegt. Je nachdem, für welche entschieden wird, werden wir aus einem zusätzlichen Fonds weitere 10 bis 30 Millionen Euro erhalten“, sagte er. „Wir sind der Ansicht, dass angesichts der Bedeutung der europäischen Politik sowie der Fähigkeit, sich zu einigen und zusammenzuarbeiten, ein Kompromiss erzielt werden sollte“, fügte Zalewski hinzu.

Die EPF ist ein EU-Instrument, das außerhalb des EU-Haushalts geführt wird. Es dient der Finanzierung von Maßnahmen zur Förderung von Frieden und internationaler Sicherheit. Nach Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine im Jahr 2022 beschloss die EU, die Mittel der EPF zur Unterstützung des von der Aggression betroffenen Landes einzusetzen.
Die Gelder sind indirekt in die Ukraine geflossen – über die EU-Mitgliedstaaten. Diese erhielten aus Brüssel eine Erstattung der Kosten, nachdem sie Waffen, Munition und militärische Ausrüstung geliefert hatten. Ungarn hatte den Mechanismus jedoch 2024 blockiert und damit 6,6 Milliarden Euro eingefroren. Dadurch wurden auch Erstattungen an Polen in Höhe von 450 Millionen Euro ausgesetzt.

PAP/bankier/ps

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