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Polnischer Botschafter ehrt Opfer politischer Repression in Moskau

30.10.2026 06:00
Der polnische Botschafter in Russland, Krzysztof Krajewski, hat am Donnerstag in Moskau der Opfer politischer Repression gedacht. Dazu legte er Blumen am Solowezki-Stein nahe dem ehemaligen Gefängnis Lubjanka nieder.
Trotz der Einschrnkungen legen jedes Jahr eine Gruppe westlicher Botschafter, darunter Krajewski, weiterhin Blumen am Solowezki-Stein nieder, teilte Memorial mit. Das Denkmal erinnert an die Opfer des sowjetischen Gulag-Systems.
Trotz der Einschränkungen legen jedes Jahr eine Gruppe westlicher Botschafter, darunter Krajewski, weiterhin Blumen am Solowezki-Stein nieder, teilte Memorial mit. Das Denkmal erinnert an die Opfer des sowjetischen Gulag-Systems.Polish Embassey in Russia

Das Gedenken am 29. Oktober wird von der Menschenrechtsorganisation Memorial organisiert. Dabei werden öffentlich die Namen von Menschen verlesen, die während des sowjetischen Terrors und in jüngerer Zeit verfolgt wurden. Bis 2020 haben sich jedes Jahr Tausende Russen auf dem Lubjanka-Platz versammelt, um die Namen der vom Sowjetregime Getöteten und Verfolgten zu verlesen.
Später hat der Kreml öffentliche Versammlungen unter Verweis auf die Corona-Pandemie verboten. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hat er zudem die Einschränkungen für öffentliche Kundgebungen verschärft.

Trotz der Einschränkungen legen jedes Jahr eine Gruppe westlicher Botschafter, darunter Krajewski, weiterhin Blumen am Solowezki-Stein nieder, teilte Memorial mit. Das Denkmal erinnert an die Opfer des sowjetischen Gulag-Systems. In den vergangenen Jahren haben sich in Moskau nur wenige Menschen getraut, öffentlich die Namen der Opfer politischer Repression zu verlesen. Das Gedenken findet jedoch in Dutzenden Städten weltweit statt, darunter in Warschau, Krakau und Wrocław.

Kreml unterdrückt Erinnerung an sowjetische Repressionen
Der Kreml versucht, die historische Aufarbeitung der sowjetischen Repression zu unterdrücken oder zu verfälschen. Dazu gehört auch, die Erkenntnisse von Historikern zur Verantwortung der Sowjetunion für das Massaker von Katyn im Jahr 1940 infrage zu stellen. Damals hatte die sowjetische Geheimpolizei NKWD Tausende polnische Offiziere und andere Gefangene hingerichtet.

Moskau hat jahrzehntelang die Verantwortung für das Massaker von Katyn geleugnet. Das Thema blieb auch in der Zeit tabu, als Polen nach dem Zweiten Weltkrieg unter sowjetischer Kontrolle stand. Dies änderte sich erst 1989.

Das Gebäude der Lubjanka am gleichnamigen Platz im Zentrum Moskaus diente von 1918 bis zum Zerfall der Sowjetunion 1991 als berüchtigte Zentrale und Verhörgefängnis der sowjetischen Geheimpolizei.

IAR/PR/ps

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