Deutsche Redaktion

Katyń: Vergebung braucht Wahrheit

16.03.2023 10:00
Am 5. März 1940 unterzeichnete Józef Stalin eine Entscheidung zur Exekution polnischer Bürger. 
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Zweck der sowjetischen Deportationen war, die Eliten und die ganze nationalbewusste polnische Bevlkerung zu vernichten.
Zweck der sowjetischen Deportationen war, die Eliten und die ganze nationalbewusste polnische Bevölkerung zu vernichten. East News/Jan Bielecki

Vor 83 Jahren beschloss der Kreml, polnische Offiziere in sowjetischer Gefangenschaft zu töten (die sogenannte "Katyn-Entscheidung"). Aufgrund des Befehls ermordeten die Sowjets 1940 fast 22 000 polnische Offiziere, Polizisten, Grenzschutzbeamte, Gefängnisbeamte, Förster und Reservisten der Polnischen Armee. Der Vorschlag zur physischen Liquidation der Polen wurde vom damaligen Chef des NKWD Lawrentia Beria gemacht. Alle wichtigen Vertreter der Behörden der UdSSR, einschließlich Józef Stalin, stimmten einstimmig für die Hinrichtung. Die Exekutionen wurden von April bis Mai 1940 in Katyń, Charkow und Miednoje vollzogen.

Über die schrecklichen Gräueltaten von vor 83 Jahren sprechen Joachim Ciecierski und Historiker Janusz Tycner.