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Deutsche Redaktion

Sollte Polen ein eigenes Unterwasserkabel mit den USA haben?

08.07.2019 17:20
Das Unterwasserkabel würde auch die Länder der Drei-Meere-Initiative bedienen.
Zeitungen
Zeitungen Ivan Semenyuk/Shutterstock.com

Forsal: Sollte Polen ein eigenes Unterwasserkabel mit den USA haben?

Polen sollte eine direkte Verbindung mit dem Seekabel aus den USA haben, das auch die Länder der Drei-Meere-Initiative bedienen würde, schreibt das Wirtschaftsportal Forsal unter Berufung auf den Chef des polnischen Telekommunikation-Dienstleisters Exatel. Das Glasfasernetz in interkontinentalen Unterwasserkabeln ist das Rückgrat aller Telekommunikationssysteme. Glasfaserkabel sind auch die Basis für die gesamte mobile Kommunikation. Zu diesem Zeitpunkt, lesen wir, werden alle polnischen Internetverbindungen von Nachbarländern hergestellt, was Polen von diesen abhängig mache. Die größten europäischen Länder, die Zugang zum Meer haben, haben indessen eine direkte Verbindungen zu Nordamerika. Die derzeitige geopolitische Lage Polens sei zwar günstig, erklärt der Exatel-Chef, aber für die Unabhängigkeit wäre es vorteilhaft, eine direkte Kommunikationsverbindung mit den USA zu haben. Neben wirtschaftlichen Vorteilen sollte eine solche Investition auch defensiven Nutzen bringen. Die uneingeschränkte Präsenz amerikanischer Soldaten in Polen und die Anpassung der amerikanischen Waffensysteme durch die polnische Armee würden durch die Gewährleistung einer direkten Kommunikation zwischen beiden Ländern erheblich verstärkt, lesen wir. Ein Hauptargument für dieses Projekt sei auch das Potential einer solchen Investition für die Zusammenarbeit mit den Ländern der Drei-Meere-Initiative, heißt es am Schluss, zumal dieses Projekt unter anderem eine gemeinsame Infrastruktur vorsehe und daher aus wirtschaftlicher, politischer und verteidigungspolitischer Sicht vorteilhaft wäre.

Klub Jagielloński: Russland wird versuchen im Balkan Unruhe zu stiften

Der Russland-Experte Grzegorz Kuczyński schreibt für die Denkfabrik KJ, dass der Balkan für Moskau traditionell immer eine verbündete Region Europas war. Deshalb werde der Kreml alles daran setzen, dass die nach dem Zerfall Jugoslawiens geschaffenen Länder es so schwer wie nur möglich haben werden, um sich mit dem Westen Europas zu integrieren. In den letzten Jahren, lesen wir, sei diese Region zu einer der Fronten der Rivalität Moskaus mit der NATO und der EU geworden. Beide Strukturen versuchen sich nämlich auf weitere Balkanländer auszudehnen, wodurch der geopolitische "weiße Fleck" auf unserem Kontinent beseitigt werde, was für die Stabilität und Sicherheit des gesamten Kontinents von großer Bedeutung sei, überzeugt Kuczyński und fügt hinzu, dass die Grenzen der EU und NATO zugleich die Grenze der Zone des Friedens, der Entwicklung und Demokratie sei. Der Kreml befinde sich heute daher in einer Situation, in der slawische und orthodoxe Länder und Nationen, die seit dem 18. Jahrhundert Russland als größten Verbündeten sahen, eine östliche Ausrichtung ablehnen und nicht nur politisch oder wirtschaftlich, sondern vor allem zivilisatorisch, den Westen wählen. Das strategische Ziel Russlands sei daher, die Erweiterung der NATO und der EU im Balkan zu blockieren. Besonders wichtig, rät die Denkfabrik, sei deshalb Serbien (Russlands engsten Verbündeten im Balkan), an den Westen zu binden. Ebenso wichtig sei es, die Bestrebungen der Länder der Region nach einem NATO-Beitritt zu unterstützen. Die Anbindung des Balkans an das polnische und mitteleuropäische Erdgasleitungsnetz würde sich ebenfalls stabilisierend auf die Region auswirken, heißt es weiter. Die Zusammenarbeit Polens mit dem Balkan sollte, der Denkfabrik nach, vor allem durch die Drei-Meere-Initiative, NATO und EU ausgebaut werden. Wichtig seien vor allem Beziehungen zu Kroatien im Rahmen der Zusammenarbeit im Energiesektor. Polen müsse mit Kroatien eine der Hauptachsen der Drei-Meere-Initiative bilden, heißt es am Schluss, und das könne durch die Schaffung einer Gasverbindungen des bereits in Betrieb genommenen LNG-Portals in Swinemünde mit dem geplanten Flüssiggas-Terminal auf der kroatischen Insel Krk realisiert werden.

Dziennik Gazeta Prawna: Reiche Länder wollen dass Polen arm bleibt.

Das Tageblatt DGP befragt indessen den Professor an der Universität in Sydney und Berater im Warschauer Zentrum für Internationale Beziehungen, Salvatore Balbones, um Ratschläge für Polen und wie es seinen wirtschaftlichen Aufschwung beibehalten könne. Der einfachste Weg, rät Balbones, um das Wirtschaftswachstum für Länder mit mittlerem Einkommen wie Polen aufrechtzuerhalten, ist - tun was andere tun, und nicht das, was andere sagen. Deshalb sollte Polen vor allem ökonomische Anweisungen reicherer Länder nicht befolgen, heißt es weiter. Südkorea und andere asiatische Staaten, argumentiert der Professor, hätten einst Räte internationaler Institutionen und Ökonomen ignoriert. Und sie waren erfolgreich. Polen könnte viel von Südkorea lernen, lesen wir. Die Geschichte beider Länder sei nämlich sehr ähnlich. Polen folge gegenwärtig auch dem gleichen wirtschaftlichen Weg wie Südkorea, nur das Warschau heute 20 Jahre hinter Seul liege. In einer Hinsicht liege Polen aber vorne, so Balbones: Die Asienkrise habe Südkorea nicht verschont, während Polen den wirtschaftlichen Abschwung in Europa mit Bedacht vermieden habe. Der Finanzkollaps in Asien wurde durch die Aufwertung der Währungen verursacht. Während der europäischen Krise haben auch die baltischen Länder z.B. den Euro bewusst zu neu bewerteten Kursen eingeführt und dabei 10 Jahre potenzielles Wirtschaftswachstum verloren, überzeugt Balbones desweiteren. Polen aber hat seine Währung beibehalten, seinen Preis gegenüber dem damals sinkenden Wert des Euro fallen lassen und damit seine Wirtschaft gestärkt. Aber die Wahrheit sei simpel - ein armes Polen sei für seine reicheren Nachbarn von größeren Vorteil, lautet die Schlussfolgerung von Balbones, denn was könnte für zum Beispiel deutsche Unternehmen besser sein, lautet sein Fazit, als die Einführung des Euro durch Warschau unter der Beibehaltung von niedrigen Löhnen, im Vergleich mit denen im reicheren Westen Europas?

Piotr Siemiński