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Deutsche Redaktion

Krise aus Deutschland schleicht sich an Polen heran

08.08.2019 13:15
Die schlechten Ergebnisse der deutschen Industrie könnten bald auch die polnische Wirtschaft negativ beeinflussen, schreibt in der aktuellen Ausgabe die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita.
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PresseschauShutterstock.com

Rzeczpospolita: Deutschland am Rand der Krise 

Die schlechten Ergebnisse der deutschen Industrie könnten bald auch die polnische Wirtschaft negativ beeinflussen, schreibt in der aktuellen Ausgabe die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita. Wie das Blatt erinnert, hatten sich die Ergebnisse der deutschen Industrie als fatal erwiesen. Die Produktion sinke systematisch, im Juni habe sich der Rückgang, laut einem aktuellen Bericht des Deutschen Statistikamts, auf 5,2 Prozent im Jahr belaufen. Dieser Einbruch der Industrie - der größte seit zehn Jahren - lesen wir, werde sich bald auf die ganze Wirtschaft ausweiten und eine Rezession nach sich ziehen. Und das seien auch schlechte Nachrichten für Polen. "Die Verlangsamung in Deutschland und auf den globalen Märkte wird auch vor Polen nicht Halt machen, auch wenn sie sanfter sein wird, als bei unseren Nachbarn", zitiert das Blatt den Hauptökonomen der Bank Millenium, Grzegorz Maliszewski. 

 

Rzeczpospolita: Krise aus Deutschland schleicht sich an Polen heran

Der Einfluss der deutschen Probleme auf Polen sei schon jetzt sichtbar, beobachtet in seinem Kommentar für die Rzeczpospolita der Publizist Paweł Rożyński. Denn die polnische Industrie habe ebenfalls enttäuscht. Und die Wirtschaftsergebnisse der anderen EU-Länder werden sicherlich auch nicht besser sein. Daher würden Experten schon jetzt von einem hohen Risiko einer globalen Rezession sprechen. Dies sei relativ glaubwürdig, so Rożyński, denn die aktuelle gute Koniunktur dauere schließlich schon fast zehn Jahre. Und Bäume würden bekanntlich nicht bis in zum Himmel wachsen.

In den letzten zwei-drei Jahren, fährt der Autor fort, hätten sich die Märkte noch schneller aufgehitzt und die Spekulationsblasen auf den Börsen und den Immobilienmärkten seien dynamisch gewachsen. Nun brauche es nur einen kleinen Impuls, damit alles platzt. Ein solcher Impuls, so Rożyński, könnte beispielsweise ein harter Brexit werden. Oder vielleicht noch eher der Handelskrieg zwischen den USA und China. Zu diesem habe sich neuerdings auch ein Währungskrieg hinzugesellt, als China sich entschieden hat, die Schwächung seiner Währung zuzulassen. All das würde sich in der globalisierten Wirtschaft widerspiegeln, darunter auch in der deutschen und folglich auch der polnischen. Polnische Autoteile in deutschen Autos würden schließlich in großen Mengen nach China fließen. 

Niels Bohr, so der Autor abschließend, habe einmal gesagt, dass Prognosen schwierig seien, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Daher sei nicht sicher, ob die Krise gerade beginne, oder ob sich die Wirtschaft diesmal noch fangen werde. Sicher sei dafür, dass die Krise früher oder später komme. Daher wäre es gut, sich schon jetzt darauf vorzubereiten, so Paweł Rożyński in der Rzeczpospolita. 

 

Rzeczpospolita: Polnische Startups erobern die Welt

Zum Ausgleich noch eine positivere Wirtschaftsmeldung aus der Rzeczpospolita. Wie die Zeitung auf ihrer Titelseite berichtet, würden polnische Startups neuerdings zahlreiche Erfolge auf internationaler Arena feiern. So werde polnische Technologie beispielsweise den Briten bald helfen, mit Hate-Speech zu kämpfen. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der von Hass motivierten Verbrechen auf den britischen Inseln um 17 Prozent gestiegen. Oft seien auch polnische Bürger Adressaten von beleidigenden Kommentaren. Beim Löschen der Brandherde der Aggression soll der britischen Polizei künftig das polnische Labor für künstliche Intelligenz Samurai Labs helfen. Und das sei nur eines von vielen Beispielen. So würde etwa ein anderes polnisches Startup den US-Behörden bei der Bekämpfung von Kriminalität helfen. Und eines der niederländischen Ministerien habe sich für eine Cloud-Lösung made in Poland entschieden.

“Das polnische Startup-Ökosystem entwickelt sich sehr dynamisch und wird immer positiver auf internationaler Arena wahrgenommen”, betont dazu, im Interview mit dem Blatt Wojciech Fedorowicz vom Investitionsfonds TDJ Pitango Ventures. Allein im zweiten Quartal, lesen wir weiter, hätten Venture Capital Investitionsfonds für junge Firmen mehr ausgegeben als im ganzen vergangenen Jahr. Die meisten polnischen Startups würden sich mit künstlicher Intelligenz, dem Internet der Dinge und mit Big Data befassen.

Das Problem sei, dass die meisten Fonds nur kleine Summen in die Startups engagieren, was den Sieg im harten Marktkampf erschwert. Wenn man bedenke, dass die durchschnittlichen Investitionen in Unicorns - also in Startups, deren Wert auf über eine Milliarde Dollar geschätzt wird - zwischen knapp 20 und einigen hundert Millionen Dollar betrugen, sei zu sehen, dass nicht nur Polen, sondern auch ganz Europa sich mindestens zwei Schritte hinter Asien und den USA befindet. In Asien gebe es derzeit insgesamt 175 Unicorns, in den USA 115 und nur 30 in Europa. Dabei würden eben diese Firmen die Zukunft der globalen Wirtschaft bestimmen, betont der Startup-Gründer Sascha Stocken. Der Direktor für Kommunikation der Stiftung Startup Poland, Maciej Kołtoński ist dennoch Optimist. “Wir gewinnen an Schwung. Und auch wenn es bis zu den Spitzenreitern noch ein weiter Weg ist, muss man auch bedenken, dass diese einige Jahrzehnte vor uns gestartet sind”, so Kołtoński in der Rzeczpospolita. 

 

Dziennik/Gazeta Prawna: Schülerausstattung für Groschen oder in Luxusversion

Die Ausstattung der Schüler mit den notwendigsten Schulartikeln vor dem Schuljahresbeginn fällt in diesem Jahr billiger aus, als 2018, berichtet indes  auf seiner Titelseite das Wirtschaftsblatt Dziennik/Gazeta Prawna. Das Blatt hat die Preise der wichtigsten Schulartikel in den größten Supermarkt-Ketten miteinander verglichen. Das Allernotwendigste werde man demnach in diesem Jahr schon für 60 Złoty, also etwa 15 Euro erwerben können. Wichtigster Grund der Preissenkungen, so das Blatt, sei die aggressive Marketingpolitik der Handelsketten, die schon in den Ferien so viele Kunden wie möglich anziehen wollen. Die Händler, so das Blatt, hätten aber auch erkannt, dass die Zahl der Eltern steigt, die bei der Ausstattung ihrer Sprößlinge nicht sparen, was vor allem das Ergebnis der Programme 500+ - eines monatlichen Zuschusses von 500 Złoty für Familien mit Kindern - und 300+ - einer alljährlichen Finanzspritze von 300 Złoty für die Eltern von Schulkindern sei. Daher seien in vielen Läden auch immer mehr exklusive Produkte für Schüler zu finden, so Dziennik Gazeta Prawna. 



Autor: Adam de Nisau