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Deutsche Redaktion

BiznesAlert: Polen könnte Nord Stream 2 ruinieren

02.06.2020 12:09
Grund dafür seien nicht die US-Sanktionen, sondern vor allem die EU-Gasrichtlinie, die unter anderem dank den Bemühungen Polens geändert wurde.
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Wojciech Jakóbik, der Chefredakteur des Online-Portals für Energiewirtschaft BiznesAlert, schreibt, dass die größte unabhängige russische Tageszeitung Kommersant die These der deutschen Tageszeitung Handelsblatt wiederhole, dass das Projekt Nord Stream 2 als Ruine enden könnte. Grund dafür seien nicht die US-Sanktionen, sondern vor allem die EU-Gasrichtlinie, die unter anderem dank den Bemühungen Polens geändert wurde.

Er fährt fort, dass der Bau der Nord Stream 2 aufgrund zahlreicher Probleme möglicherweise erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 abgeschlossen sein könnte. Selbst wenn dies geschehe, bedeute dies nicht das Ende der Probleme - das größte Problem sei nämlich die Überarbeitung der neuen EU-Gasrichtlinie. 

Die deutsche Entscheidung, das EU-Recht auf die Nord Stream 2 auszuweiten, soll der größten unabhängigen russischen Tageszeitung nach, noch schwerwiegender als die Probleme bei der Rohrverlegung sein. Kommersant zitiere auch die Erklärung des PiS-Abgeordneten in der EU Jacek Saryusz-Wolski, der betone, dass Polen im Europäischen Parlament wiederholt mit Erfolg Gesetze zur Verringerung der Abhängigkeit von Gas aus Russland eingeleitet haben.

Rzeczpospolita: Gewissen genauso wichtig wie das Strafgesetzbuch

In Polen werden weitere Fälle der Vertuschung von Pädophilie in der katholischen Kirche aufgedeckt. Die Kirche muss mit einer Politik der "Schande" brechen, die die Täter schütze, schreibt die konservative Tageszeitung "Rzeczpospolita" am Dienstag zu dem Thema. Ein pädophiler Priester höre auf Geistlicher zu sein, und werde zu einem Verbrecher, der die rechtlichen und moralischen Grundsätze grob verletzt habe. Es sei deshalb ein Fehler, argumentiert das Blatt, dass die Kirche Pädophilie in ihren eigenen Reihen so betrachte, als würde sie den von ihr verkündeten Glauben belasten. Stattdessen, sollten Pädophile in Priestersoutanen nicht als Geistliche behandelt werden, sondern als gewöhnliche Kriminelle, die sich als Geistliche verkleiden und Kinder, die ihnen vertrauen, gegen alle gesetzlichen und moralischen Standards verletzen.

Pädophilie sei ein schwieriges Verbrechen, bei dem es keine direkten Zeugen gäbe. Es gelte nur das Wort des Opfers gegen das Wort des Täters. Wenn die Kirche und die Ermittler nicht zusammenarbeiten, so sei dieser Kampf zum Scheitern verurteilt. Obwohl entsprechende Vorschriften, die eine passive Haltung gegenüber einem Pädophilen verurteilen, sei bislang noch kein einziger Mann der Kirche verurteilt worden, der durch sein Schweigen zur Vertuschung eins solchen Verbrechens beigetragen habe.

Solange keine Bischöfe, Priester, Kirchenleute oder Haushälterinnen bestraft werden, die über Pädophilie Bescheid gewusst und trotzdem nicht reagiert haben, so hätten Kriminelle immer noch ein sicheres Umfeld, in dem sie ungestraft grassieren können, umgeben von einer engen Kette des Schweigens.


Piotr Siemiński