Beinah alle kennen seine Geschichte: Es begann Mitte der 1990er Jahre mit einem Polnisch-Sprachkurs in Krakau. Nach einer Tätigkeit als Sprachlehrer an der Universität Warschau sowie erfolgreichen Auftritten auf Kabarett-Bühnen wurde Steffen Möller zu einem Star im polnischen Fernsehen („M jak Miłość“, „Europa da się lubić“). Seitdem sind jedoch fast drei Jahrzehnte vergangen. Inzwischen ist er häufiger in den deutschen Medien präsent.
Als „Präsident von Polschland“ ist Möller derzeit in vielen deutschen Städten unterwegs. (Steffen Möller)
Hauptthema bleibt aber immer noch das deutsch-polnische Verhältnis: Wie hat sich Polen in seinen Augen entwickelt? Mit seinem neuen Bühnenprogramm „Präsident von Polschland“ blickt der Kabarettist wie gewohnt auf alltägliche Situationen, die seiner Ansicht nach wichtiger seien als die „gegenseitigen Vorwürfe auf politischer Ebene“. „Es sind die kleinen Beobachtungen, die mich faszinieren. Ich bin nur ein leidenschaftlicher Hobby-Ethnologe“, betont Möller. Seine Heimat sei nach wie vor der Speisewagen im Berlin-Warszawa-Express. Über seine weiteren Pläne, Projekte und Reiseziele sprach er mit Wojciech Osiński.