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Deutsche Redaktion

Kostspielige Botschaft in Berlin

15.09.2020 11:42
Die teuerste Botschaft, die das polnische Außenministerium in den kommenden Jahren bauen will, soll in Berlin entstehen, berichtet die Tageszeitung Rzeczspospolita. Außerdem geht es auch um eine ungewöhnliche Hörerfrage an den erzkonservativen Politiker Krzysztof Bosak und die Meinung von Ex-Regierungschefin Szydło zu den Spannungen im Regierungslager.
Berlin - zdjęcie ilustracyjne
Berlin - zdjęcie ilustracyjneShutterstock

RZECZPOSPOLITA: Kostspielige Botschaft in Berlin

 

Die teuerste Botschaft, die das polnische Außenministerium in den kommenden Jahren bauen will, soll in Berlin entstehen, berichtet die Tageszeitung Rzeczspospolita. Zwar habe die damalige Oppositionspartei die Vorgängerregierung für ihre Pläne, ein Gebäude der polnischen Botschaft in Berlin errichten zu lassen, heftig kritisiert. Nach Jahren sei aber auch die PiS zu der Ansicht gekommen, dass es an der Zeit wäre, das Grundstück unweit des Brandenburger Tores für diplomatische Zwecke zu nutzen. „Polens Stolz” soll das Gebäude heißen. Es werde sich an einem prestigevollen Punkt Berlins befinden, nicht weit entfernt vom Bundestag, dem Brandenburger Tor und der russischen Botschaft. Das Grundstück besitze Polen seit DDR-Zeiten, als die Kooperation zwischen der Volksrepublik Polen und der deutschen Demokratischen Republik blühte, lesen wir.

 

Dem polnischen Außenministerium sei es nicht gelungen, die geplanten Baukosten zu senken. So soll der Bau insgesamt um die 260 Millionen Zloty, umgerechnet 60 Millionen Euro, kosten. Die Summe sei also deutlich höher, als die, für die man die Vorgänger heftig kritisiert habe, schreibt Rzeczpospolita. Bei „Polens Stolz” handle es sich zugleich um die bisher teuerste Investition des polnischen Außenministeriums. Zum Vergleich: für die Vertretung der Republik Polen in Brüssel habe man um die 40 Millionen Euro gezahlt.

 

Die Botschaft soll in 27 Monaten entstehen. Den circa 70 Angestellten der Institution werde dann eine Kubatur von insgesamt 10 Tausend Quadratmetern zur Verfügung stehen.

Weitere 3,5 Tausend Quadratmeter würden sich im Untergeschoss befinden. Einen Teil des Gebäudes wolle man künftig auch für Werbezwecke, unter anderem für polnische Unternehmen nutzen, so Rzeczpospolita über die kühnen – und teuren – Baupläne des Auswärtigen Amtes in Warschau.

 

 Autor: Adam de Nisau

FAKT: Konservativer Blick auf die Sittlichkeit

 

Einer der Anführer der erzkonservativen Gruppierung Konfederacja – Krzysztof Bosak – musste sich in einem Radiointerview einer eher ungewöhnlichen Zuhörerfrage stellen, berichtet die Tageszeitung Fakt. Der Politiker sei, genauso wie sein politisches Umfeld, für ihre eindeutigen Ansichten bekannt. In den kommenden Monaten werde die Politik wahrscheinlich im Hintergrund bleiben, denn Krzysztof Boask bereite sich auf seine neue Lebensrolle vor. Vor wenigen Tagen habe er öffentlich zugegeben, dass seine Frau im siebenten Monat schwanger sei. Sein wichtigstes Ziel sei es, ein liebender Vater zu sein, lesen wir.

 

Und gerade in Bezug auf diese Aussage und das Familienleben allgemein habe ein Zuhörer wissen wollen, wie der konservative Politiker, der oft seine Gebundenheit an den katholischen Glauben unterstreiche, auf die Nachricht reagieren würde, dass sein Sohn schwul sei. 

 

Auch wenn in der Familie schlimme Sachen passieren würden, müsse man beieinander stehen und den Familienmitgliedern Rückhalt geben, erwiderte der Politiker. Die Homosexualität, so Bosak weiter, besonders aktive Homosexualität sei keine Angelegenheit, die man akzeptieren sollte, da sie vom Gesichtspunkt eines Christen eine Sünde sei. Dies bedeute aber nicht, dass man den Menschen als solchen abstoßen solle. Im Gegenteil, man müsse ihn lieben, unterstützen und respektieren, zitiert die Tageszeitung Fakt den konservativen Politiker Krzysztof Bosak.

 

 

DO RZECZY: Der Stärkere bekommt mehr

 

Die Wochenzeitschrift Do Rzeczy veröffentlicht in der neuen Ausgabe ein Interview mit der ehemaligen polnischen Premierministerin und aktuellen EU-Abgeordneten Beata Szydło. Ein wichtiges Thema des Gespräches sind der geplante Regierungsumbau und die daraus folgenden Spannungen im Rahmen des Regierungslagers. Es sei eine ganz natürliche Entwicklung, sagt Szydło, dass es in einer solchen Situation zu Reibungen komme. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Koalitionspartnern würden nun besonders stark zum Vorschein kommen. Das eigentliche Ziel sei aber klar: man wolle eine effektivere Regierung bauen, um das Wahlprogramm wirksam zu realisieren. Eine ähnliche Meinung vertrete übrigens der aktuelle Premierminister Mateusz Morawiecki. Nach den letzten Wahlen sei seine Regierung deutlich größer geworden. Nun, so Szydło weiter, habe man wohl die richtigen Schlüsse gezogen.

 

Die Angst der kleineren Koalitionspartner, dass sie die künftige Reduktion besonders hart treffen würde, könne sie nicht nachvollziehen. Alle würden Einschnitte in Kauf nehmen müssen. Und da die Partei Recht und Gerechtigkeit nun die größte Gruppierung im Rahmen der regierenden Koalition sei, werde die Partei auch die meisten Ministerien unter ihrer Kontrolle behalten, sagt die ehemalige Premierministerin Beata Szydło im Gespräch mit der Wochenzeitschrift Do Rzeczy.

 

Jakub Kukla