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Deutsche Redaktion

Weiß ist weiß, schwarz ist schwarz

13.01.2021 11:13
Viel Platz widmet die Wochenzeitschrift Do Rzeczy in der neuen Ausgabe der komplizierten polnisch-jüdischen Geschichte.
Presseschau
PresseschauShutterstock.com

DO RZECZY: Weiß ist weiß, schwarz ist schwarz

Viel Platz widmet die Wochenzeitschrift Do Rzeczy in der neuen Ausgabe der komplizierten polnisch-jüdischen Geschichte. In einem Gespräch mit dem Blatt erklärt der Historiker Tomasz Domański vom Institut für Nationales Gedenken, wieso er mit den Versuchen nicht einverstanden sei, die Polen als Hitlers Mitläufer bei der Verfolgung und Ermordung von Juden darzustellen. Solche Versuche würden tatsächlich von einer Gruppe von polnischen Historikern unternommen, stellt Domański fest. Darüber hinaus, habe diese Optik auch eine beachtliche Anerkennung im Ausland gewonnen. Es sei nicht einfach zu erklären, wieso, lesen wir. Vielleicht hänge es zum Teil mit der Tatsache zusammen, dass einige Autoren zwar lange Zeit in Polen gelebt hätten, zugleich aber an westlichen Wissenschaftsinstitutionen tätig seien. Aus diesem Grund würden ihre Aussagen und Veröffentlichungen dort kritiklos aufgenommen. Auf der anderen Seite versuche man, heimische Einrichtungen wie das Institut für Nationales Gedenken zu dämonisieren, indem man ihnen konkrete politische Intentionen zuschreibe und dadurch die Glaubwürdigkeit der dort arbeitenden Historiker untergrabe.

Außerdem seien einige Publikationen, wie die von Jan Tomasz Gross oder Jan Grabowski eine Reaktion auf die Geschichtsschreibung aus Zeiten der kommunistischen Volksrepublik. Diese sei unvollständig gewesen, meint der Historiker. Man habe problematische Zonen zwar erwähnt aber nur selten und sehr spärlich. Die genannten Autoren hätten diese Lücke gefüllt. Ihre oft kontroversen Thesen hätten dabei ein breites Publikum erreicht. Professor Barbara Engelking nannte zum Beispiel die polnischen Bauern die „Volontäre des Holocaust“. Solche Sprüche würden gut ankommen, zumal dass ein Durchschnittsleser den eigentlichen Hintergrund oft nicht kenne und selten nach Quellen suche, um sich ein eigenes Bild zu erarbeiten. Er schenke einfach seinen Glauben Autoren, die schließlich an renommierten wissenschaftlichen Einrichtungen angestellt seien. Darüber hinaus hätten diese Autoren auch gewandte Federn. Dadurch werde der Einfluss auf die öffentliche Meinung noch einfacher, sagt der Historiker.

Er wolle die dunklen Seiten der polnischen Geschichte keineswegs verschweigen. Von Historikern erwarte er aber gründliche und ehrliche Quellenarbeit und nicht oberflächliche, publizistische Thesen. Und noch eine Sache wolle er unterstreichen, sagt Doktor Tomasz Domański: der Holocaust sei geplant, vorbereitet und vom deutschen Staat durchgeführt worden. Um dieses gigantische Verbrechen zu realisieren, habe man an den Außengrenzen des Reiches unter anderem polnische Bürger gezwungen, daran teilzunehmen – dies sei ein historisches Faktum. Aber das einzige Land, das für das Genozid verantwortlich sei, sei Deutschland, so Historiker Doktor Tomasz Domański vom Institut für Nationales Gedenken in der Wochenzeitschrift Do Rzeczy.

 

RZECZPOSPOLITA: Sperre bis April?

Die Nachricht sei zwar noch inoffiziell, aber höchstwahrscheinlich werde die Regierung die nationale Quarantäne bis Ende April verlängern, stellt die Tageszeitung Rzeczpospolita fest.  Soeben habe die Regierung die strengeren Sicherheitsmaßnahmen, die nach Weihnachten eingeführt worden seien, bis Ende des Monats verlängert. Da die Lage in der Wirtschaft und Touristik aber besonders besorgniserregend sei, würden momentan Gespräche mit Vertretern beider Branchen geführt. Viele Betreiber gastronomischer Lokale behaupten, sie würden trotz des Verbots ihre Restaurants oder Hotels öffnen, da ihnen sonst der Bankrott drohe. Vom Wirtschaftsvizeminister sollen die Unternehmen aber erfahren, dass bis Ende März keine weitgehende Lockerung der strengen Sicherheitsmaßnahmen möglich sei.

Dies bestätige auch Regierungssprecher Piotr Müller. Eine Lockerung würde momentan mit Sicherheit zu einem rapiden Zuwachs der Neuinfektionen, zu einer höheren Todesrate und schließlich zu einem Kollaps des Gesundheitswesens führen. Ein solches Szenario dürfe die Regierung nicht zulassen. Deshalb müsse man diese schwierige Entscheidung treffen und den Lockdown aufrechterhalten, so Müller in der Rzeczpospolita.

DZIENNIK/GAZETA PRAWNA: Die Schere geht auseinander

Auf den wichtigsten polnischen Immobilienmärkten gehe die Preisschere auseinander, schreibt die Tageszeitung Dziennik/Gazeta Prawna. Auf der einen Seite würden die Immobilienpreise immer noch steigen, auf der anderen sei das Vermieten von Wohnungen billiger geworden. Diesen Trend hätten zwei Faktoren verursacht, erklärt das Blatt Dziennik/Gazeta Prawna. Zum einen sei dies der Einbruch der Pandemie in Polen gewesen, der im März eine enorme Unsicherheit auch auf dem Immobilienmarkt nach sich gezogen habe. Zum anderen habe die zweite Etappe der Coronakrise dazu beigetragen, als nach den Sommerferien klar wurde, dass Studenten auf die Hochschulen persönlich nicht zurückkehren würden, und viele Arbeitnehmer weiterhin im Homeoffice-Modus arbeiten werden.

Die Mietpreise seien deshalb gesunken, besonders stark in Kraków und Gdańsk. Zugleich seien die Kaufpreise gestiegen. Momentan müsse man für einen Quadratmeter in einem Warschauer Neubau über 11 Tausend Zloty, umgerechnet fast 3 Tausend Euro, bezahlen. Geht es nach dem Blatt, könnte sich dieses Szenario zum Teil auch in den kommenden Monaten wiederholen, so Dziennik/Gazeta Prawna.

 

Jakub Kukla