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Deutsche Redaktion

Der Höhepunkt des Engagements der Polen in die Impfaktion sei vorbei.

07.06.2021 13:30
Der Höhepunkt des Engagements der Polen in die Impfaktion sei vorbei.
Presseblick
Presseblickshutterstock

TYGODNIK POWSZECHNY: Der Gipfel ist erreicht

Den Gipfel hätten die Polen bereits erreicht, schreibt in seinem Kommentar in der Wochenzeitschrift Tygodnik Powszechny der Publizist Maciej Müller und meint damit den Höhepunkt des Engagements der Polen in die Impfaktion. Vergangene Woche sei es nicht gelungen, das bisherige durchschnittliche Niveau von 400 Tausend Impfungen zu erreichen. Die Experten seien sich einig: das Tempo der Impfungen werde in den kommenden Wochen nur noch langsamer werden. Die Regierung versuche dem Abwärtstrend entgegenzuwirken. So soll demnächst eine Impflotterie starten. Einmal pro Woche werde man 50 Tausend Zloty oder sogar ein neues Auto gewinnen können. Man versuche momentan einfach, die Bürger zu Impfungen zu überreden, habe Gesundheitsminister Adam Niedzielski die Absicht der Regierung erklärt. Er sei sich bewusst, dass man den Höhepunkt bereits erreicht habe. Dennoch wolle die Regierung in Warschau keine Impfungspflicht einführen. Man konzentriere sich vor allem auf den Erleichterungen, mit denen geimpfte Personen rechnen können: es handle sich unter anderem um einen einfacheren Zugang zum Arzt und zu anderen Sozialleistungen.

Wichtige Argumente können auch Arbeitgeber liefern, schreibt der Publizist weiter. Je mehr geimpfte Personen es in einer Firma gebe, desto effektiver könne sie funktionieren. Davon, wie schwer es sei, die Zweifelnden zu überzeugen, zeuge das Beispiel der Krakauer Hochschule AGH. Nachdem man den Studenten und Professoren Impfungen vorgeschlagen habe, wurde Kritik laut, dass da die Menschenrechte verletzt würden und dass man Menschen zu medizinischen Experimenten zwinge. Für die kritischen Äußerungen habe die Ankündigung gesorgt, dass Personen ohne Impfung einen erschwerten Zugang zu Seminaren und Vorlesungen haben könnten. Wie gesagt, so Müller weiter, versuche das Gesundheitsministerium bislang die Bürger mit sanften Methoden zu Impfungen zu überzeugen. Immer häufiger würden sich Experten aber für die Einführung einer Pflicht einsetzen.

Wenn Impfungen gegen Tuberkulose obligatorisch seien, wieso sollten es Impfungen gegen Covid nicht sein? - habe Doktor Konstanty Szułdrzyński vor Kurzem in einem Fernsehinterview gefragt. Das Coronavirus sei doch viel gefährlicher als Tuberkulose, habe er hinzugefügt. Die wachsende Zahl der Erkrankungen in Großbritannien beweise, dass die Gefahr, die die indische Variante nach sich ziehe, sehr groß bleibe. Impfungen könnten die Gefahr beschränken, wir müssten uns aber beeilen, appelliert Maciej Müller in der Wochenzeitschrift Tygodnik Powszechny.

PLUS MINUS:Gemeinsam erreicht man mehr

Die Europaabgeordnete Róża Thun sorgte in den letzten Tagen mit ihrem Austritt aus der oppositionellen Partei Bürgerplattform für Schlagzeilen. Sie hat die Gruppierung aus Protest verlassen, nachdem sich ihre bisherigen Parteikollegen bei der Abstimmung über den Wiederaufbaufonds der Stimme enthalten hatten. Im Gespräch mit der Wochenzeitschrift Plus Minus unterstreicht sie ihren Europaenthusiasmus. Sie könne sich noch sehr gut an die Zeit vor dem EU-Beitritt Polens erinnern. Sie habe sich damals als Chefin der Schumann-Stiftung für ein positives Bild der EU in der polnischen Gesellschaft stark gemacht. Mit ihren Mitarbeitern sei sie in Polen unterwegs gewesen und habe versucht, die Ängste der Menschen zu beseitigen.

Viele Menschen hätten sich damals gefragt, ob nach dem EU-Beitritt die Deutschen kommen und das Polnische Hab und Gut aufkaufen würden. Viele Landwirte hätten Angst gehabt, dass nun der polnische Markt von ausländischen Lebensmittelprodukten überflutet werde. Sie könne sich noch an ein Treffen mit einem älteren Mann erinnern. Der sagte, man habe ihn in seinem Leben fünf Mal aus seinem Haus verjagt. Er wünschte sich nun, dass keiner mehr verjagt werde. Er möchte, dass seine Kinder einfach in Ruhe leben könnten. Er wünschte sich auch, dass es nie wieder Krieg gebe. Irgendwie werde man in der EU doch mit den anderen eine gemeinsame Sprache finden können, äußerte er zum Schluss die Hoffnung. Und dies sei eben die wichtigste Säule der Europäischen Union, sagt Thun. Irgendwie müsse man eine gemeinsame Sprache finden. Und es lohne sich auch, dies zu tun, so Europaabgeordnete Róża Thun in Plus Minus.

SUPER EXPRESS: Die Schwestern haben es satt

Die Krankewnschwestern planen für heute einen Warnstreik. Für zwei Stunden würden sie ihre Aktivität aufgeben. In dieser Zeit sollen sich die Ärzte und das restliche Personal um die Kranken kümmern, schreibt die Tageszeitung Super Express. Damit wollten die Pflegerinnen erneut auf ihre Probleme aufmerksam machen. Seit Jahren werde wiederholt, dass das medizinische Personal schlecht bezahlt werde. Außerdem mache den Krankenschwestern auch der Mangel an neuen Arbeitskräften zu schaffen. Die Löhne seien zu niedrig, sagt Beata Dutkiewicz, eine Krankenschwester mit 30-jähriger Berufserfahrung. Deshalb gebe es keinen Nachwuchs. Es sei ein schwerer Job und nicht jeder wolle von morgens bis abends schuften, um Geld für die Kinder und den Haushalt zu verdienen. Viele würden sich entweder für einen leichteren Job entscheiden oder ins Ausland fahren, sagt Dutkiewicz und fügt hinzu, dass sie eine solche Einstellung nachvollziehen könne, lesen wir in Super Express.

Jakub Kukla