„Wir wollen bei internationalen Organisationen Gerechtigkeit in Bezug auf die Entschädigung durch Deutschland anstreben“, so der Abgeordnete der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Arkadiusz Mularczyk, der die Arbeiten zur Erstellung eines Berichts über die Kriegsverluste Polens aus dem Zweiten Weltkrieg geleitet hat.
„Wir stehen am Anfang des internationalen, diplomatischen Weges; wir bemühen uns unsere der Kräfte mit allen Ländern zu vereinigen, die ebenfalls ähnliche Ansprüche an Deutschland haben. Wir arbeiten natürlich mit den Griechen zusammen. Ich habe ihrem Außenministerium einen Bericht vorgelegt, und wir wollen ähnliche Berichte auch Vertretern anderer von Deutschland geschädigter Länder vorlegen“, so Mularczyk weiter.
Polen wolle auch in internationalen Organisationen diesbezüglich Kontakte knüpfen. „Wir haben schon bald eine Sitzung des Europarates, bei der ich den politischen Vertretern dieser Organisation auch den Bericht übergeben möchte“, kündigte der Abgeordnete an. Ihm zufolge würden Polens Maßnahmen sehr breit und umfassend sein und „Informations-, Bildungs-, politische und diplomatische Aktivitäten“ umfassen.
Polen sei sich bewusst, wie wichtig es sei, „der öffentlichen Meinung in der Welt und in Europa unsere Position, unsere Forderungen und deren Grundlage verständlich zu machen“.
Am Mittwoch hat Mularczyk mitgeteilt, dass er dem griechischen Außenminister Nikos Dendias einen am 1. September veröffentlichten Bericht über die von Polen durch die deutsche Aggression und Besatzung in den Jahren 1939-1945 erlittenen Verluste übergeben habe. Bei einem Treffen mit dem Leiter des polnischen Außenministeriums, Zbigniew Rau, erklärte Dendias, dass die griechische Regierung und Gesellschaft die Frage der Reparationen nach wie vor für offen halte. Ihre Lösung sei seiner Ansicht nach „eine grundsätzliche Angelegenheit“, die allen betroffenen Ländern und der EU zugutekäme.
Im April 2021, 80 Jahre nach dem deutschen Angriff auf Griechenland während des Zweiten Weltkriegs, habe die Regierung in Athen erneut Verhandlungen über Reparationen für erlittene Kriegsschäden gefordert, berichteten Medien.
PAP/jc