Die weißrussischen und russischen Sicherheitsdienste seien immer häufiger an Angriffen auf polnische Patrouillen an der polnischen Grenze zu Belarus beteiligt, meint der Regierungsbevollmächtigte für die Sicherheit des polnischen Informationsraums Stanislaw Żaryn. Bei einem jüngsten Vorfall wurden Beamte des Grenzschutzes mit Steinen beworfen. Zuvor hatten sie eine Gruppe von 13 Ausländern gestoppt, die im Białowieża-Wald versuchten, nach Polen einzudringen, so Żaryn. Einige Personen in der Gruppe seien maskiert gewesen und hätten Funkgeräte dabei gehabt. Żaryn zufolge stünden belarussische und russische Offiziere an der „vordersten Front" dieser Aktionen.
„Die Eröffnung einer illegalen Migrationsroute gegen die NATO war Teil seiner aggressiven Operationen gegen die westliche Welt. Russland rechnet immer noch mit der Möglichkeit, die Region zu destabilisieren."
Im Jahr 2021 geriet die polnische Grenze zu Belarus unter massiven Druck durch Tausende von Migranten, die versuchten, ins Land einzudringen. Ende Juni nächsten Jahres hatte Polen den Bau einer Barriere an seiner Grenze zu Belarus abgeschlossen. Die polnisch-belarussische Grenze ist 418 Kilometer lang, davon verlaufen 186 Kilometer über Land, der Rest durch Seen und Flüsse.
PAP/ps